Die haarsträubende Reise in einem verrückten Bus

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Originaltitel:
The Big Bus
Jahr:
1976
Eingetragen:
12.05.2012
IMDB-Wertung:
5,6/10

„Cyclops“, der erste Bus mit Nuklearantrieb, soll auf Jungfernfahrt von New York nach Denver gehen. An Bord befinden sich neben der Designerin des Schuckstücks, Kitty Baxter (Stockard Channing), eine illustre Runde geladener Passagiere. Am Steuer sitzt der berüchtigte Dan Torrance (Joseph Bologna), den nicht nur eine frühere Affäre mit Kitty verbindet, sondern der auch aufgrund eines spektakulären Unfalls und einigen Nebenereignissen drumherum in der Busfahrercommunity nicht mehr gerne gesehen ist. Ihm zur Seite steht Beifahrer „Shoulders“ (John Beck). Doch böse Menschen haben eine Bombe an Bord platziert und nachdem diese hochgeht kann Cyclops plötzlich nicht mehr anhalten…

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Was sich wie ein Vorläufer zu Speed anhört, entpuppt sich als mehr oder wenige gelungene Satire auf das in den 1970er Jahren sehr erfolgreiche Katastrophengenre. Dass das natürlich in einem Bus statt wie üblich einem Flugzeug (oder anderem spektakulärerem Gefährt) nur wenig Sinn ergibt, ist beabsichtigt, aber doch kein allzu großer Lacher. Dass viele der typischen Passagier- und Fahrzeugführerclichés auftauchen, zeugt von guter Recherche, schlägt aber auch nicht entscheidend in humoristischem Sinne durch. Am gelungensten sind noch die Kleinigkeiten, die sich so ganz nebenbei ergeben: So scheinen sich innerhalb des Busses unmöglich große Räumlichkeiten zu erschließen, ganz nach der scheibar willkürlichen (aber eben wohl genau kalkulierten) Notwendigkeit des Drehbuchs – eine Anspielung auf eben solche unabsichtlichen und absurden Inkonsistenzen, die sich in vielen derartigen (ernstgemeinten) Filmen finden.

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So ist der „verrückte Bus“ zwar eine respektable Satire, aber darüber hinaus schafft der Film es nicht. Es bleibt schließlich einfach nichts hängen, da über das Naheliegende hinaus wirklich gute, originelle Ideen Mangelware sind. Ob es nun kleine optische Details oder besondere Dialogzeilen sind – das ist es, was den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zu unvergesslichen Klassikern wie die Unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug ausmachen.

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