Es ist nicht leicht ein Gott zu sein


Originaltitel:
Es ist nicht leicht ein Gott zu sein
Jahr:
1990
Eingetragen:
20.06.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
6,8/10

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Die Haarmode am Hofe wirkt eher ungewöhnlich
Auf der Erde wurden endlich sämtliche Probleme überwunden: Die Gesellschaft orientiert sich an wissenschaftlichen Prinzipien, Gewalt und Missgunst sind lange ausgemerzt. Auf einem anderen Planeten allerdings finden die Späher eine andere Gesellschaft vor, die in etwa der Erde im frühen Mittelalter entspricht. Es werden Beobachter abgesetzt, die sich „unters Volk“ mischen sollen.

Der bisherige Beobachter Richard (Werner Herzog) scheint nun die oberste Direktive zu verletzen: Er mischt sich in die Entwicklung des Planeten ein, anstatt nur zu beobachten. Anton (Edward Zentara), getarnt als der Adlige Rumata, soll Richard zurückholen, allerdings kommt letzterer bei einem Versuch, den König zu stürzen, um. Richard übernimmt die Beobachterrolle. Angesichts der Not, dem Leid und der Unterdrückung jeglicher wissenschaftlicher Bestrebungen durch die Machthaber kommen ihm jedoch mit der Zeit ebenfalls Zweifel, ob er seine rein passive Rolle aufrecht erhalten kann, oder ob er sein Wissen und seine Technologie zum Nutzen Menschen einsetzen soll.

Ganz interessant und mit einer Wendung am Ende, die man sicherlich so nicht vorhersehen kann. Alles in Allem zieht sich jedoch trotz einiger actionreicher Szenen das Ganze unnötig. Das Grundthema ist ja schnell klar, trotzdem sieht man immer wieder „mehr vom Gleichen“, bevor erst spät im Film wieder „was passiert“. Also typischer Strugatzki-Stoff: Intellektuell anregend, aber dramaturgisch eben nicht immer gleichmäßig stark. Der Bud-Spencer-Verschnitt (Elgudzha Burduli) hilft auf jeden Fall nicht unbedingt, die Zuschauer bei der Stange zu halten...

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