Das Haus an der 92. Straße


Originaltitel:
The House of 92nd Street
Jahr:
1945
Eingetragen:
13.05.2012
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
6,8/10

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Dietrich nimmt die Linie U3
Die „5. Kolonne“, Nazispione in den USA, wollen „Prozess 97“ (ein anscheinend mit der Atombombenproduktion in Zusammenhang stehendes Geheimnis) stehlen. Zum Glück hat FBI-Agent Briggs (Lloyd Nolan) bereits präventiv den deutschstämmigen US-Patrioten Bill Dietrich (William Eythe) als Doppelagenten in die Organisation eingeschleust. Dieser soll nun durch seine Nazi-Kontaktleute Elsa Gebhardt (Signe Hasso) und Colonel Hammersohn (Leo G. Carroll) die Hinterleute ausfindig machen – wer ist der mysteriöse Mr. Christopher?

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Hammersohn ahnt nicht, dass er durch den Spiegel beobachtet wird
Das Haus an der 92. Straße versucht sich einen pseudodokumentarischen Charakter zu geben. Angesichts der Entstehungszeit ist das nachzuvollziehen, da man wahrscheinlich dachte, dadurch besonders spektakulär rüberzukommen. Aus heutiger Sicht geht das jedoch voll nach hinten los: Die Geschichte primär durch einen Erzähler aus dem Off fortführen zu lassen, anstatt sie spielerisch einfach zu zeigen macht den Film dramaturgisch staubtrocken. Die Figuren sind ohnehin austauschbar und dem Vernehmen nach waren die meisten Darsteller Laien – was sich deutlich zeigt. Spannung kann ebenfalls schon allein durch die erzählerische Konstruktion nicht aufkommen: Dass Dietrich ein „guter“ Doppelagent ist, wird in den ersten Minuten bereits explizit verraten. So plätschert die Geschichte dahin, während die Zuschauer im Minutentakt auf die Uhr gucken.

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