Feind im Dunkel


Originaltitel:
The Dark Corner
Jahr:
1946
Eingetragen:
15.05.2012
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
7,2/10

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Privatdetektik Galt (Mark Stevens) versucht nach einer Haftstrafe in New York neu Fuß zu fassen. Während er und seine Sekretärin Kathleen (Lucille Ball) noch auf den ersten Kunden warten, wird offensichtlich, dass ein anderer Detektiv/Schläger namens Stauffer (William Bendix) Galt auf Schritt und Tritt verfolgt. Zur Rede gestellt gibt Stauffer an, im Auftrag Anthony Jardines (Kurt Kreuger) zu handeln. Jardine, Rechtsanwalt, war in San Francisco Galts Partner gewesen, hatte ihn jedoch bestohlen, betrogen und hereingelegt, so dass Galt im Gefängnis gelandet war.

Doch tatsächlich, so stellt sich heraus, sind Jardine und Galt beide nur Spielbälle in einer vom Kunsthändler Hardy Cathcart (Clifton Webb) gesponnenen Intrige. Dessen viel jüngere Ehefrau Mari (Cathy Downs) hat nämlich eine Affäre mit Jardine und spielt mit dem Gedanken, ihn zu verlassen. Galt soll den unliebsamen Nebenbuhler aus dem Weg räumen…

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Der gutsituierte Strippenzieher Clifton Webb „besitzt“ eine junge, attraktive Frau. Ein Mann ist besessen verliebt in ein Gemälde und macht seine diesbezüglichen Fantasien war, indem er eine täuschend ähnliche echte Frau sucht und findet. Diese Frau hegt jedoch auch Sympathien für einen gutaussehenden Schmierlappen. Kommt einem das nicht irgendwoher bekannt vor? Richtig, die Parallelen zu Laura können einfach kein Zufall sein! Nur ist Mark Stevens eben nicht Dana Andrews. Kurt Kreuger bleibt im Vergleich zu Vincent Price ebenfalls blass. Cathy Downs macht ihre Sache nicht schlecht, wird aber anders als Gene Tierney nicht ins Zentrum des Interesses gerückt. Und von der völlig sinnlosen und teilweise der Grundstimmung sogar abträglichen Rolle Lucille Balls wollen wir mal gar nicht anfangen.

Mit dem großen Vorbild kann sich Feind im Dunkel also nicht messen. Seine eigenen Qualitäten erkämpft es sich trotz aller Probleme (Stichwort „Grundstimmung“) aber doch wacker. Bringt man etas Grundgeduld mit, auch im etwas verwirrendende erste Drittel vernünftig aufzupassen, dann fügen sich die Elemente doch zusammen. Alles zwei Qualitätsebenen unter Laura, aber doch auf unterhaltsamem Niveau.

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