Der Ghul


Originaltitel:
The Ghoul
Jahr:
1933
Eingetragen:
01.06.2012
IMDB-Wertung:
5,9/10


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Professor Henry Morlant (Boris Karloff), Anhänger altägyptischer Götter, liegt im Sterben. Er plant seine Wiederauferstehung und gibt seinem Diener Broughton (Cedric Hardwicke) entsprechend exakte Anweisungen für seine Beisetzung. Eine zentrale Rolle soll dabei ein Juwel spielen, dass Henry sich an die Hand binden lässt. Nach seinem Ableben finden sich in seiner Villa Neffe Ralph (Anthony Bushell) und Nichte Betty (Dorothy Hyson), die sich gegenseitig nicht ausstehen können, als potentielle Erben ein. Das Begräbnis wird organisiert und durchgeführt von von Priester Nigel Hartley (Ralph Richardson). Dazu kommt der Araber Aga Ben Dragore (Harold Huth), der auf der Suche nach dem ursprünglich aus Ägypten gestohlenen Juwel ist. Irgendjemand entwendet schießlich jenes Juwel nun aus Henrys Grabkammer und er erwacht wieder zum Leben, um den neuerlichen Diebstahl zu rächen – doch wer hat den wertvollen Stein an sich genommen?

Eher unentschlossen pendelt der Film zwischen überdramatischen Horrorszenen rund um Henry und fast schon ans Screwball-Genre erinnernde Interaktionen zwischen Ralph und Betty. Das soll wohl deshalb funktionieren, weil diese beiden Welten fast nie überhaupt direkt aufeinanderstoßen: Der damals noch recht frischgebackene Star Karloff taucht nur am Anfang und Ende überhaupt auf, dazwischen agiert seine „Verwandtschaft“. Nur: Wenn man deren komisch gemeinten Eskapaden zuschaut, geht jedes Gefühl unterschwelliger oder expliziter Gefahr verloren. Andererseits ist der Einbau dieser Ebene verständlich, denn die andere Handlungsebene ist einfach zu wenig umfangreich. Seltsame Konstruktion, historisch interessant, aber nicht besonders unterhaltsam.

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