Sherlock: Ein Skandal in Belgravia


Originaltitel:
Sherlock: A Scandal in Belgravia
Jahr:
2012
Eingetragen:
07.07.2012
IMDB-Wertung:
9,5/10

Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) ist mal wieder langweilig. Auf der Suche nach einem wirklich spannenden Fall kommt ihm der Ruf in den Buckingham-Palast gerade recht: Vermittelt durch seinen Bruder Mycroft (Mark Gatiss) sollen er und Dr. Watson (Martin Freeman) kompromittierende Fotos eines Mitglieds des Königshauses wiederbeschaffen. Diese hat eine berüchtigte Domina namens Irene Adler (Lara Pulver) auf ihrem Mobiltelefon.

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Holmes kann über Watsons Bloggingaktivitäten nur den Kopf schütteln

Diese Mission erweist sich als schwieriger als erwartet. „Die Frau“, wie Holmes sie bald nur noch nennt, ist beinahe so gerissen wie er selbst – oder evtl. sogar noch mehr. Geschickt und mit einer ungesehenen Dreistigkeit entzieht sie sich Holmes' Deduktionsmethoden, während dieser erkennen muss, dass hinter der Sache noch mehr stecken muss, als Mycroft ihm erzählt hat: Es kann nicht nur um ein paar peinliche Fotos gehen, denn hinter dem Telefon ist auch noch eine Gruppe gut ausgebildeter US-amerikanischer Agenten (Todd Boyce) her.

Das ist mal ein furioser Auftakt zur „zweiten Staffel“ der „Serie“! Die weitergehende Verschwörungsstory hätte man sich getrost sparen können, wie auch das völlig übertriebene Ende. Doch was vorher passiert, ist zweifellos hervorragend gelungen. Die Kontrahenten befinden sich in einem Spannungsfeld gegenseitiger Manipulation, aber auch hohen gegenseitigen Respekts. Dass es gerade dem Charakter Sherlock Holmes', wie er in dieser Filmreihe dargestellt wird, primär um Macht, Überlegenheit und Kontrolle geht, könnte man kaum pointierter als in seiner ebenbürtigen Widersacherin spiegeln.

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In diesem Gesicht kann Holmes überhaupt nichts lesen

Etwas zu verliebt zeigt sich das Drehbuch jedoch mit Zahlenkombinationen und Zugangscodes. Ob nun Irene Adlers Safe oder ihr Telefon – permanent geht es darum, sich durch „erschließen“ des jeweiligen Codes Zugang zu den geheimnisvollen Informationen zu verschaffen. Das sind jedoch keine Geheimnisse, die man, wenn intelligente Menschen wie die, um die es hier geht, sie anwenden, in irgendeiner Weise deduzieren kann: Für wirklich wichtige Dinge benutzt doch kein derartiges „Genie“ dermaßen triviale (d.h. erratbare) Codes!

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