Alle Mörder sind schon da


Originaltitel:
Clue
Jahr:
1985
Eingetragen:
11.07.2012
IMDB-Wertung:
7,3/10

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Miss Scarlet in der Bibliothek mit dem Kerzenleuchter
Sechs sich gegenseitig unbekannte Menschen folgen einer schriftlichen Einladung in eine abgelegene Villa. In dem Anschreiben wurden sie angewiesen, sich nur unter vorgegebenen Pseudonymen auszuweisen: Mrs. Peacock (Eileen Brennan), Mrs. White (Madeline Kahn), Professor Plum (Christopher Lloyd), Mr. Green (Michael McKean), Colonel Mustard (Martin Mull) und Miss Scarlet (Lesley Ann Warren) haben, wie sie nach Begrüßung durch den Butler Wadsworth (Tim Curry) und dem Dienstmädchen Yvette (Colleen Camp) feststellen, allerdings eines gemeinsam: Sie werden alle (aus unterschiedlichen Gründen) von ihrem Gastgeber, Mr. Boddy (Lee Ving), erpresst. Kurz darauf ist Boddy tot – doch wer hat ihn ermordet, mit welcher der zahlreich vorhandenen Waffen und wo (!)?

Ein Brettspiel zu verfilmen, ist wirklich nicht einfach. Eine Geschichte wird normalerweise nicht (oder zumindest nicht in ausreichender Detailtiefe) mitgeliefert. Über ihren Namen hinaus definierte Charaktere ebenfalls nicht. Im Gegenzug ist der Hauptinhalt eines solchen Spiels, das auf starren Regeln fußt, schwierig darzustellen.

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Pistole und Seil im Salon
Alle Mörder sind schon da, basierend auf der US-amerikanischen Version Cluedos, zeigt, wie es klappen kann: Ein ungezügelt albernes Spektakel, völlig ohne Sinn und Verstand und ohne jeglichen satirischen Anspruch, wie ihn beispielsweise Eine Leiche zum Dessert noch verfolgte. Stattdessen wird das Absurde zelebriert: Vor allem sind es Wortspiele, die dermaßen platt sind, dass sie einen schon wieder zum Lachen bringen. Und das Geschehen zwischen Räumen, Waffen, Geheimgängen und noch ein paar dazukommenden Gästen ist dermaßen bizarr, dass man garantiert den Überblick verlieren muss. Was jedoch nichts ausmacht, denn am Ende kann man ohnehin aus drei verschiedenen „Lösungen“ des „Kriminalfalls“ wählen, die allesamt gleichbeliebig sind. Dieser Dialogschnippsel fasst es eigentlich in seiner ganzen Ironie zusammen:

„Mir ist da noch eine Sache unklar…“
Eine Sache?“

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