Gefährliche Begegnung


Originaltitel:
The Woman in the Window
Jahr:
1944
Eingetragen:
19.07.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

Professor Richard Wanley (Edward G. Robinson) führt ein geruhsames Leben mit seiner Familie (Dorothy Peterson, Carol Cameron und Robert Blake), ist im Beruf beliebt und etabliert. Auf dem Weg zu seinem Männerclub sieht er eines Abends das Portrait einer jungen Frau, das ihn nicht mehr loslässt. Als er das Bild wieder einmal eingehend betrachtet, steht das Original plötzlich vor ihm: Alice Reed (Joan Bennett) genießt die Bewunderung und die beiden freunden sich an. Das gefällt jedoch Frank Howard (Arthur Loft), Alices Liebhaber, überhaupt nicht: Voller Eifersucht stürzt er sich auf Richard und würgt ihn. In letzter Minute greift Richard nach der Schere und ersticht seinen Widersacher.

TheWomanInTheWindow01.jpg
Original und Fälschung
Nachdem der erste Schock überwunden ist, einigen sich Alice und Richard, die Polizei nicht zu verständigen. Schließlich habe niemand von der Verbindung mit Frank gewusst und dass es Notwehr war, sei kaum nachzuweisen. In einer komplizierten und langwierigen Aktion verfrachten die beiden die Leiche in Richards Auto, der sie schließlich im Sumpf versenkt.

Doch schon am nächsten Tag stellt sich Schlimmes heraus: „Frank“ war kein kleiner Gauner wie angenommen, sondern der millionenschwere Geschäftsmann Claude Mazard. Dessen Verschwinden wird nun von Staatsanwalt Frank Lalor (Raymond Massey), einem persönlichen Bekannten Richards, mit großem Ressourceneinsatz untersucht. Richard bekommt so aus erster Hand den scheinbar rasenden Fortschritt der Ermittlungen mit – während Alice von einem Zeugen (Dan Duryea) erpresst wird. Die beiden „Amateure“ wissen schließlich weder ein, noch aus.

Ungewöhnlich… man wartet und wartet und wartet, dass da nochmal irgendwann eine Wendung kommt. Eigentlich müsste es ja genretechnisch so sein, dass Alice sich irgendwie und -wann als fies/böse herausstellt. Doch, nein, sie ist genauso ein unschuldiges Opfer, das ebenfalls nur durch die eine falsche Entscheidung, nicht gleich die Polizei zu rufen, in den Lügen- und Täuschungssumpf hineingeschlittert ist. Also ein schwacher Anlass (die Leiche verschwinden zu lassen) für ein dünnes Geschichtchen.

Bis dann die wirklich allerletzte Minute tatsächlich doch noch eine „Überraschung“ bringt: Es war alles nur ein Traum. Was es dann erst richtig schlecht macht – vorher plätscherte es so einigermaßen spannend, wenn auch nicht ungemein aufregend, dahin, dann folgte ein übertrieben melodramatisches Ende, das sich dann als „falsch“ herausstellte… wäre aber noch hundertmal besser gewesen als dieser aufgesetzte Schwachsinn! Da kennt man von Regisseur Fritz Lang sowohl inhaltlich, als auch stilistisch wirklich Besseres.

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