Bates Motel


Originaltitel:
Bates Motel
Jahr:
1987
Eingetragen:
12.08.2012
IMDB-Wertung:
3,8/10

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Das frisch renovierte Bates Motel
Norman Bates (Kurt Paul) ist in einer geschlossenen Anstalt gestorben. Dort war er zur Vaterfigur für Alex West (Bud Cort) geworden, dem er deshalb auch sein Haus und Motel vererbt hat. Als Alex entlassen wird, will er das Motel (den Wünschen Normans folgend) wieder eröffnen. Doch die hektische Welt „da draußen“ hat er niemals kennengelernt – er war bereits als Kind in die Anstalt gekommen. Unterstützt von Willie (Lori Petty) und Handwerker Henry Watson (Moses Gunn) beginnt die dringend notwendige Renovierung, für die sogar die Bank (Gregg Henry) Geld rausrückt (obwohl sie auf dem wertvollen Land lieber Eigentumswohnungen sähe).

Bagger legen die verwesten Leichen von Normans Eltern frei. Alex sieht sich nun immer mehr von deren Geistern verfolgt. Doch schließlich kommt trotzdem der Tag: Bates Motel wird eröffnet! Der erste Gast ist Schauspielerin Barbara Peters (Kerrie Keane). Die plant, sich in dieser abgeschiedenen Atmosphäre selbst umzubringen. Doch eine feiernde Gruppe Teenager in seltsam altmodischer Aufmachung nebenan hält sie immer wieder von der Durchführung ab…

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Alex führt es mit Normans Urne an der Rezeption
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Wirklich? Muss das jetzt sein?
Kurz nach Psycho III folgte dieser Versuch, eine Psycho-Fernsehserie zu etablieren. Es blieb jedoch bei diesem Pilotfilm und das ist wohl auch gut so.

Dabei sind einige grundlegende Entscheidungen gar nicht mal so übel: Der von der normalen Welt entrückte, mental instabile und hypersensible Alex ist keine schlechte Wahl als Hauptperson. Ebenso sinnvoll, dass (soweit man es erahnen kann), wohl pro Folge primär das Schicksal eines Gasts im Zentrum der Erzählung hätte stehen sollen, denn immer wieder nur noch einen Mord eines neuen Norman-Bates-Verschnittes zu zeigen, wäre ja wohl auf Dauer überhaupt nichts gewesen.

Das Gesamtbild ist jedoch trotzdem desaströs. Die beiden Haupt-Nebenfiguren, Willie und Henry, sind bar jeden Interesses. Der Tonfall schwebt nicht zwischen Ironie und Spannung, sondern Albernheit und unfreiwillig komischen Möchtegerngruselszenen. Und nicht zuletzt ist die „Vorgeschichte“, bis der erste Gast überhaupt ankommt, einfach zu lang und dramaturgisch nicht interessant genug. Die Geschichte jenes Gasts ist dann enttäuschend trivial und die letzte Wendung bezüglich Alex' Geistererscheinungen ist nicht nur völlig lächerlich, sondern auch sinntechnisch undurchschaubar.

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