The Red Queen Kills 7 Times


Originaltitel:
La dama rossa uccide sette volte
Alternativtitel:
Die rote Dame / The Red Queen Kills Seven Times / The Lady in Red Kills Seven Times / Horror House
Jahr:
1972
Eingetragen:
17.08.2012
Bearbeitet:
29.08.2012
IMDB-Wertung:
6,6/10

Laut Legende gab es vor langer Zeit zwei Schwestern, bekannt als „rote Königin“ und „schwarze Königin“, die sich seit ihrer Kindheit hassten. Als Erwachsene tötete die „schwarze“ ihr Geschwister mit sieben Messerstichen. Letztere kam jedoch aus dem Grab zurück, verübte selbst sieben Morde, von denen der krönende Abschluss die Rache an ihrer Schwester war. Diese Tragödie wiederhole sich alle hundert Jahre in der Familie Wildenbrück.

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Anfang der 1970er Jahre müsste es also wieder so weit sein. Tatsächlich ist bereits vor einiger Zeit Evelyn bei einem Streit mit ihrer Schwester Kitty (Barbara Bouchet) ums Leben gekommen. Dies weiß jedoch außer Franziska (Marina Malfatti) und ihrem schmierigen Ehemann Herbert (Nino Korda) niemand, da die drei die Leiche seinerzeit in den Katakomben unter dem Familienschloss versteckt, und allen erzählt haben, Evelyn sei nach Amerika ausgewandert.

Als die Familie nun aufgrund des Todes ihres Großvaters (Rudolf Schündler) wieder zusammenkommt, beginnt eine Mordserie in Kittys Umfeld (u.A. Pia Giancaro und Sybil Danning). Die Täterin trägt einen auffallenden roten Regenmantel. Ist es die von den Toten wiederauferstandene Emily? Oder will einfach nur Jemand seinen Erbanteil erhöhen?

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Stilistisch absoluter 70er-Jahre-Overkill: Kostüme, Frisuren, Kulissen und Dialoge sind dermaßen übertrieben „hip“, dass man eigentlich nur noch lachen kann. Was gut ist, denn ansonsten gibt es nicht viel zu lachen: Menschen werden abgeschlachtet oder zumindest bedroht, eine Frau wird vergewaltigt… ok, letzteres ist auch ganz witzig, weil es einfach extremst sinn- und funktionslos ist.

Schade nur, dass einen das trotzdem eigentlich alles kalt lässt. Die grundlegende Konstruktion der Geschichte (mit dieser Legende) ist ja nicht verkehrt (wenn auch wirklich nicht originell) und die Eingangsszene mit den beiden Schwestern als Kinder, untermalt von atmosphärischer Musik, setzt die Erwartungen erstmal auch hoch an.

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Doch dann kann die Gegenwart (also 1972) einfach nicht mithalten. Es beginnt mit unklaren Erzählweisen: Wer ist denn eigentlich diese Franziska? Eine weitere Schwester? Eine Cousine? Explizit gesagt wird das nie. Und wenn es dann an Kittys Arbeitsplatz, einem Modelabel, geht, fällt die Relevanz der immer wieder neuen Charaktere und ihrer Schicksale leider unter die Akzeptanzschwelle. Denn nach der initialen Motivation der Mordserie folgt einfach nichts mehr, das den Spannungsbogen aufrecht erhalten könnte.

Wer ist die Mörderin? Na ja, natürlich die Person, die am Ende noch übrig bleibt. Das Motiv für die Taten ist jedoch ohnehin nicht zu erraten. Soweit also durchaus in Genretradition. Fans können sich das mal angucken, aber mehr auch nicht.

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