Zulu


Originaltitel:
Zulu
Jahr:
1964
Eingetragen:
24.09.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

Ende des 19. Jahrhunderts überrennen die aufständischen Zulu eine ganze britische Armee. Nun zieht die mehrere tausend Krieger starke Truppe in Richtung einer schwedischen Missionsstation, die von einem gewissen Otto Witt (Jack Hawkins) und seiner Tochter (Ulla Jacobsson) geleitet wird. Hier ist die kleine walisische Einheit von Leutnant Bromhead (Michael Caine) stationiert, die sich die Zeit eigentlich üblicherweise mit der Jagd, Chorgesang oder einfach Faulenzen vertreibt. Als die Nachrichten durch den sich ebenfalls in der Gegend befindlichen Leutnant Chard (Stanley Baker), Kommandant einer Ingenieurseinheit, zu ihnen durchdringen, wird schnell klar, dass die Flucht allein aufgrund der schwierig transportablen Verwundeten sinnlos wäre.

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Die Briten stemmen sich gegen den Zulu-Ansturm

Also befielt Chard, der als dienstältester Offizier zum Missfallen Bromheads das Kommando über die gesamte Truppe übernimmt, auf die Schnelle aus den herumstehenden Wagen und Säcken behelfsmäßige Barrikaden zu errichten. Eine vorbeiziehende Kavallerietruppe denkt nicht daran anzuhalten und zu helfen. Und als dann die Zulu tatsächlich am Horizont auftauchen, wird das Ausmaß der Hoffnungslosigkeit klar: Die Briten sind zahlenmäßig um mehr als zehn zu eins überlegen. Wenn die viel größere und deutlich besser ausgestattete britische Armee diesen Feind vorher nicht hatte aufhalten können, welche Chance kann dann dieser versprengte Haufen haben?

Das Heldenepos verlässt sich auf die Sympatie der Zuschauer mit den „Underdogs“: Ein paar wenige Menschen, die in den Anfangsszenen nur allzu normal (und damit eben sympatisch) charakterisiert werden, müssen gegen einen übermächtigen Feind um ihr Leben kämpfen. Sie sind eingekesselt und von der Außenwelt abgeschnitten. Die Eingangsbilder des Ergebnisses der vorigen Schlacht zeigt, welches Blutbad ihnen bevorsteht.

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Enthusiastische Siegesfeier?

Was dann folgt, ist eine Stunde frenetischen Gemetzels mit nur sehr kurzen Atempausen. Hier bricht eine Verteidigungslinie, die Zulu stehen kurz davor, selbst das Lazarett zu stürmen und so die Schlacht für sich zu entscheiden, da gelingt doch wieder ein Ausbruch, die Nacht bricht herein usw. Die einzige Konstante ist der permanent fluchende Kompaniearzt (Patrick Magee), der logischerweise völlig überlastet ist, während seiner Arbeit aber trotzdem über den Wahnsinn des Krieges schwadroniert. Dem kann man sich nur anschließen.

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