Die Herausforderung des Herkules


Originaltitel:
La sfida dei giganti
Jahr:
1965
Eingetragen:
24.09.2012
IMDB-Wertung:
5,2/10

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Pest mit Cholera ausgetrieben: Anteus wird zur Landplage
Als Königin Leda (Gia Sandri) von Syrakus zur Witwe wird, stehen andere Könige Schlange, sie zu heiraten und so ihren Machtbereich auszuweiten. Leda erbittet sich etwas Zeit und sucht Hilfe bei Antiklea, der Priesterin des Jupiter. Diese sagt die Ankunft Herkules' voraus, der die Feinde des Reiches vertreiben werde. Doch als Leda Herkules (Reg Park) in dessen Heimatstadt aufsuchen möchte, findet sie nur seine Frau (Adriana Ambesi) vor. Ihr gemeinsamer Sohn Xantos (Luigi Barbini) war auf der Löwenjagd verwundet worden, was die Göttin Gaia, die noch eine Rechnung mit Herkules offen hat, nutzte, um Xantos' Geist in ihrem Reich gefangen zu nehmen. Herkules befindet sich deshalb auf einer Reise in diese mystische Welt, um seinen Sohn zu retten.

Enttäuscht kehrt Leda um, doch auf der Reise stellt sich ihr Muskelmann Anteus (Giovanni Cianfriglia) in den Weg. Er ist der Sohn Gaias und hat das Wort seiner Mutter, dass Herkules von seinem Abenteuer niemals zurückkehren werde. Anteus, der ebenfalls Superkräfte besitzt, schlägt Leda vor, sich als Herkules auszugeben und so Syrakus von den fremden Königen zu befreien. In Ermangelung an Alternativen geht sie darauf ein – doch bereut es schnell genug, da Anteus sich nun selbst in Syrakus häuslich einrichtet und de facto die Herrschaft über die Stadt übernimmt. Angesichts seiner gnadenlosen und ungerechten Terrorherrschaft beginnt das Volk zu murren…

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Moment mal – dich kennen wir doch!
Wie macht man möglichst billig einen Nachfolgefilm zu einer einigermaßen erfolgreichen Reihe? Man drehe ein paar wenige neue Szenen und fülle den Stoff mit weiterem Material aus den Vorgängerfilmen auf. Das geht in diesem Genre einerseits, weil viele der Szenen („Herkules kämpft mit einem Monster“, „Herkules zieht an Ketten“, „Herkules wirft Felsbrocken“) ohnehin streng genommen austauschbar sind. So kommt man in den wiederholten Genuss einiger Szenen, die beispielsweise von Mario Bava inszeniert wurden. So taucht beispielsweise der durchaus eindrucksvolle Endkampf mit einer Horde Ghuls aus Vampire gegen Herakles in der Mitte dieses „neuen“ Films auf. Ein lustiges Monster aus Herkules erobert Atlantis muss auch nochmal niedergerungen werden. Und so weiter und so fort.

Das Problem dabei ist gar nicht mal so sehr der plötzlich fehlende (oder eben andere) Kontext dieser Szenen, sondern dass natürlich solche mit hohem Wiedererkennungswert gewählt wurden. So ist die Stückelung für erfahrene Zuschauer besonders offensichtlich. Darüber hinaus sind natürlich optische und stimmungstechnische Stilbrüche en masse vorhanden. Und zuletzt darf man natürlich nicht übersehen, was den Hauptcharme dieses Genres eigentlich ausmacht: Es ist gerade die Spannung, welche lustigen „Gefahren“ man sich wohl diesmal ausgedacht hat, wie witzig die „Monster“ diesmal gestaltet sind – und dessen wird man durch diese Art des Filmemachens beraubt. Mag die „Handlung“ sich auch grundsätzlich im akzeptablen Rahmen bewegen, so ist das ohne neue Monster alles gleich kaum mehr etwas wert.

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