Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit


Originaltitel:
Bill & Ted's Excellent Adventure
Jahr:
1989
Eingetragen:
30.09.2012
IMDB-Wertung:
6,9/10

Bill (Alex Winter) und Ted (Keanu Reeves) sind primitive, aber gutmütige Versager. Ihr größter Traum ist es, als Rockduo „Die Wilden Hengste“ groß rauszukommen. Doch noch ist keine Zusammenarbeit mit ihrem großen Idol Eddie Van Halen in Sicht. In der Schule läuft es ebenfalls schlecht: Es droht akut das Durchfallen in Geschichte. Teds Vater (Hal Langdon) droht, ihn auf ein Militärinternat zu stecken, sollte das eintreten – das wäre das Ende der Wilden Hengste!

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Das kann der Zeitreisende Rufus (George Carlin) nicht geschehen lassen. Er stellt Bill & Ted seine zeitreisende Telefonzelle zur Verfügung, die die beiden nutzen, sich diverse historische Epochen selbst anzuschauen und dabei historische Persönlichkeiten wie Napoleon (Terry Camilleri), Billy the Kid (Dan Shor), Sokrates (Tony Steedman), Sigmund Freud (Rod Loomis), Ludwig van Beethoven (Clifford David), Johanna von Orléans (Jane Wiedlin), Dschingis Khan (Al Leong), Abraham Lincoln (Robert V. Barron) und zwei englisch-mittelalterliche Prinzessinen (Diane Franklin und Kimberley Kates) einzusammeln. Die sind von der modernen Welt allesamt begeistert, insbesondere dem Einkaufszentrum der Stadt; jedoch löst ihre Anwesenheit auch einiges Chaos aus. Weitere Zeitmanipulationen später können Bill & Ted jedoch (einigermaßen pünktlich) zu ihren Referat erscheinen und mit den vielen authentischen Gastrednern überzeugen. Rufus, der aus einer Zukunft stammt, in der die Musik der Wilden Hengste zur Grundlage der Gesellschaft geworden ist, hat seine Mission erfüllt.

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Einer der großen Vorläufer des 90er-Jahre-Zeitgeists. Streng genommen sind Bill & Ted nichts anderes als Wayne's World oder auch Beavis & Butt-Head: Das ziellose Herumgammeln, in dem die Musik anderer (mangels eigenen Talents) die einzige leitende Konstante ist, wird zum Lebensgefühl erhoben. Und das ohne dass es auch nur irgendetwas bedeutet – eine Erkenntnis auf gleich zwei Ebenen, nämlich was im Film zutrifft, lässt sich genauso auf den Film anwenden. Politik, Bildung, Moral – wer braucht das, wenn man „eine gute Zeit hat“? Das ist weder filmisch spektakulär, noch in irgendeiner Weise wertvoll, sondern eben beinahe zur Selbstparodie verkommenes Popcornkino ohne Sinn und Verstand. Was ja aber durchaus unterhalten kann, wenn man in der richtigen Stimmung ist…

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