Planet Earth


Originaltitel:
Planet Earth
Jahr:
1974
Eingetragen:
12.10.2012
IMDB-Wertung:
5,7/10

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Feldsklaven
Der erste Film nannte sich Genesis II. Gut, das war seltsam, aber biblisch begründet. Also ist der nächste Teil Genesis III? Oder vielleicht Genesis 2.2? Nein, er heißt logischerweise Planet Earth.

Inhaltlich wird ein paar Jahre nach dem Ende des Vorgängerfilms angeknüpft: Dylan Hunt (jetzt gespielt von John Saxon), durch seinen Kälteschlaf zweifellos der älteste Mensch des Jahres 2133, ist mittlerweile in die paxianische Gesellschaft eingegliedert und arbeitet fleißig daran mit, eine neue menschliche Zivilisation aufzubauen, die den immer noch kriegerischen, aber lange nicht mehr so dominanten Mutantenvölkern trotzden kann. Seine aktuelle Mission führt ihn und sein Team, Quotenfrau „H.K.“ (Janet Margolin), Quotenindianer Isiah (Ted Cassidy) und handlungstechnisch nicht weiter erwähnenswerte Baylok (Christopher Cary) in eine andere Ecke der Welt: Es gilt, den verschwundenen Dr. Connor (Jim Antonio) aus den Händen einer Kommune männerhassender Amazonen zu befreien.

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Isiah wird von Kaufinteressentinnen begutachtet
Was sich natürlich für ein Team, das hauptsächlich aus Männern besteht, nicht einfach gestaltet. Während die drei xy-Chromosomenträger ebenso wie alle dort lebenden Männer unter Drogen gesetzt und versklavt werden, hat auch „H.K.“ Probleme, diese Gesellschaft zu verstehen.

Wo genau der Sinn ist, die Figur des Dylan Hunt wiederzuverwenden, bleibt wohl ewig das Geheimnis Gene Rodenberrys: Da die „Welten“ der beiden Filme nicht viel miteinander verbindet, hätte man aus Planet Earth auch einfach ein „Standalone-Werk“ machen können.

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Catfight!
Zweifellos ist die Geschichte auf Allegorie auf die Frauenbewegung der damaligen Gegenwart zu verstehen, im Speziellen die militanteren Ausprägungen. Ein ungewöhnlicher und damit interessanter Kommentar ist es, dass diese weiblich dominierte Gesellschaft so gar nicht dem üblichen Cliché entspricht: Laut Selbstdarstellung der Einwohnerinnen regiere in einer weiblichen Gesellschaft die Stärke, in einer männlichen dagegen die Feigheit. Das äußert sich so, dass Konflikte zwischen den Frauen mit deftigen Prügeleien ausgetragen werden. Normalerweise bedeutet weibliche Herrschaft in Massenmedien ja immer Streben nach Harmonie, Gewaltlosigkeit usw.…

Auch als Abenteuergeschichte funktioniert Planet Earth ganz gut, da ganz auf klassische Charaktertypen und -konflikte gesetzt wird. Vorsichtig unterhaltsam ist es also allemal. Einzig das Ende ist mal wieder unnötig triefend kitschig und in diesem Fall auch ziemlich reaktionär geraten. Na ja, Fernsehen eben.

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