The Dark Side of the Moon


Originaltitel:
The Dark Side of the Moon
Jahr:
1990
Eingetragen:
14.10.2012
IMDB-Wertung:
5/10

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The Riddle Teil 2: Jetzt noch unverständlicher!
Raumschiff verliert Kontrolle, es bewegt sich scheinbar unaufhaltsam auf die dunkle Seite des Mondes zu. Auf dem Weg trifft man mit einem anderen Schiff zusammen, das dann erstmal erkundet wird und bis auf eine seltsam verstümmelte Leiche (Ken Lesco) befinden sich keine Lebewesen an Bord. Doch es kommt noch absurder: Das zweite Schiff ist eine echte Antiquität – laut dem Bordcomputer Lesli (Camilla More) ist es bereits vor 30 Jahren nach einer Notlandung im Bermudadreieck verschwunden! Kommt daher das Meerwasser und der Seetang? Und die Leiche bleibt natürlich auch nicht tot, sondern eine böse Macht fällt über ein Crewmitglied nach dem anderen her.

Man merkt es schon: Da hat man sich vielleicht etwas zu viel vorgenommen. Einerseits soll es die düstere Enge von Alien sein, andererseits muss das ganze dann noch mit Bermudadreieck-Verschwörungstheorien und christlicher Propaganda zusammengebracht werden. Wenn dann nachher Erklärungen aus dem Hut gezaubert werden sind die dann leider etwas sehr weit hergeholt: „Boardcomputer, entferne alle Koordinaten, die nicht ‚6‘ sind! Huch, es bleibt 666 übrig – das muss etwas bedeuten!“ Sorgt bei den Zuschauern eher für ungläubiges Stirnrunzeln, ob das wohl wirklich ernst gemeint sein kann. Ebenso wie die Beobachtung, dass die aus Wartungstechnikern bestehende Crew nicht nur mit Maschinengewehren ausgestattet ist, sondern mit diesen im Anschlag auch permanent herumläuft.

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Natürlich! Wie konnte man das nur bislang übersehen?
Ähnlich sieht es leider mit den Darstellern aus. Insbesondere der als Heldendarsteller auserkohrene Will Bledsoe, der optisch in einigen Szenen schon fast fatal an Nik Kershaw erinnert, ist mit seinen Versuchen, seine hölzerne Mimik zu umgehen, einfach nur unfreiwillig komisch. Eher deplatziert wirkt da am anderen Ende der Skala der unspektakulär, aber routiniert agierende Joe Turkel („Tyrell“ in Blade Runner), der zu dieser Zeit bereits deutlich am Ende seiner Karriere stand. Die meisten Darsteller dazwischen sind so schnell wieder vergessen, wie sie abgeschlachtet werden.

Auf seine Essenz, also die altbekannte Geschichte des in einem abgeschlossenen räumlichen Komplex umgehenden Monsters, reduziert, hätte The Dark Side of the Moon durchaus funktionieren können. Die sparsamen Kulissen, die häufig nur durch bläuliche Bildschirme oder rote Warnlampen ausgeleuchtet werden, sind größtenteils ausreichend und die Szenen, in denen es dann mal wirklich einfach darum geht, dass man gerade nicht genau weiß, wo sich die Inkarnation des Bösen befindet, wem man noch vertrauen kann und wem nicht, befinden sich ebenfalls im akzeptablen Spannungsrahmen. Doch leider überwiegen die vorher aufgeführten Schwächen.

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