Quatermass and the Pit


Originaltitel:
Quatermass and the Pit
Jahr:
1958
Eingetragen:
02.07.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
8/10

Bei Bauarbeiten in London wird ein Schädel gefunden und so wird die Grabung in eine archäologische umgewandelt. Schließlich treffen die Wissenschaftler auf einen metallischen Körper, den sie zuerst für eine Weltkriegsbombe halten. Als sich das Material jedoch als von unbekannter Härte herausstellt, wird Professor Quatermass (André Morell) hinzugezogen. In dem seltsamen Behältnis finden sich (tote) insektenähnliche Wesen. Einiges deutet darauf hin, dass es sich um Marsbewohner handelt, die vor Millionen von Jahren auf der Erde gelandet waren. Die Entdeckung hat ungeahnte gesellschaftliche Auswirkungen. Massenpanik ist noch die Geringste, denn langsam verdichten sich die Hinweise, dass diese Wesen auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit selbst genommen haben – was die herrschenden Kräfte jedoch nicht wahrhaben wollen.

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Links: Ein billiger Außerirdischer
Ursprünglich bestand Quatermass and the Pit aus sechs TV-Folgen à 35 Minuten. Die Version, die man heutzutage auf DVD erstehen kann, umfasst immerhin 178 Minuten. Wenn man Vor- und Abspann jeder Folge abzieht, kann man also wohl davon ausgehen, dass diese Version weitgehend vollständig ist. Das ist tatsächlich leider keine Selbstverständlichkeit. Über Jahrzehnte wurden bei der BBC keine Archive gepflegt. „Unterhaltungsproduktionen“ wurden nach kurzer Zeit mit neuem Material überspielt (große Teile der ersten Staffeln von Dr Who sind so verloren gegangen und Monty Python's Flying Circus existiert heutzutage beispielsweise nur noch, weil Terry Gilliam die Filmrollen seinerzeit privat der BBC abkaufte). Viele „Fernsehspiele“ wie dieses wurden sogar nur „live“ ausgestrahlt.

So kann man nun aber immerhin den dritten Teil der Quatermass-Filme in zwei Versionen vergleichen. Während die Kinoversion Das grüne Blut der Dämonen mit farbenprächtigen Bildern aufwarten kann, muss man sich im TV-Original mit etwas grobkörnigen Schwarz-Weißbildern und (vor Allem gegen Ende) sehr dürftigen Spezialeffekten zufriedengeben. Andererseits bekommt man eben auch deutlich mehr subtile Facetten der Charaktere und der Handlung zu sehen. Das gibt der grundlegend intelligenten Geschichte einen zusätzlichen Reiz. Trotzdem muss man natürlich zugeben, dass diese Version heutzutage eher für Fans geeignet ist. Die komprimiertere Kinoversion eignet sich zum oberflächlicheren Konsum mehr.

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