Die Piraten am Todesfluss


Originaltitel:
The Pirates of Blood River
Jahr:
1962
Eingetragen:
08.12.2012
IMDB-Wertung:
6/10

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Oh nein, wir haben offensichtlich keine Chance gegen 20 vom langen Marsch ermüdete und ungedeckte Piraten!
Auf einer Karibikinsel haben sich in ihrer Heimat verfolgte Hugenotten niedergelassen. In typischer Doppelmoral halten sie es selbst mit der religiösen und gesellschaftlichen Freiheit jedoch auch nicht sehr liberal und so gerät Jonathon Standing (Kerwin Mathews), Sohn eines Mitglieds des Ältestenrats (Andrew Keir) durch seine unsittlichen Treffen mit einer verheirateten Frau (Diane Aubrey) in Konflikt mit der Moralpolizei und wird zur Zwangsarbeit in einer Mine verurteilt. Nach Monaten unter unmenschlichen Zuständen gelingt ihm die Flucht, doch er gerät vom Regen in die Traufe: Er fällt einer Piratenbande unter der Führung Kapitän LaRoches (Christopher Lee) in die Hände.

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Die neuen Machthaber…
Sie zwingen Jonathon, sie zwecks Plünderung zu seinem Heimatdorf zu führen. Obwohl das Dorf immerhin mit Holzpalisaden umgeben ist, die Bewohner über Schusswaffen verfügen und die Piraten maximal zwanzig Mann zählen (akuter Komparsenmangel), behauptet LaRoche, sie seien unbesiegbar und man solle sie lieber freiwillig in die Stadt einlassen. Nach einem kurzen Scharmützel, bei dem hauptsächlich Piraten umkommen, sehen die Dorfältesten das auch so (?) und die gnadenlosen Halsabschneider (darunter der junge Oliver Reed) übernehmen die Kontrolle über die Siedlung.

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…organisieren eine Indoor-Schatzsuche.
LaRoche ist davon überzeugt, dass in dem Dorf ein großer Schatz versteckt sein müsse. Bis dieser gefunden oder übergeben werde, weist er seine Männer an, täglich zwei Bewohner hinzurichten. Jonathons Vater, der als einziger dieses Versteck kennt, gibt sich trotzdem schweigsam, doch sein humanitärer denkender Sohn macht sich fieberhaft selbst auf die Suche. Damit rettet er erstmal viele Leben, doch dann wendet sich das Blatt: Der lange Fußmarsch zurück zu ihrem Schiff führt die Piraten durch einen dichten Wald und entlang eines gefährlichen Flusses – die ideale Umgebung für diverse Hinterhalte, die die Siedler nun (trotz Geiseln) zu nutzen gedenken.

Ein Piratenfilm, der komplett an Land spielt – das gibt's nicht so oft! Leider geht damit jedoch auch einiges an der eigentlich im Genre üblichen Abenteuerlichkeit verloren. Die Piraten? Nicht besonders bedrohlich, und eigentlich fußt darauf die gesamte Handlung! Kampfszenen? Eine kurze bei Einnahme der Siedlung, danach noch eine kurze Messerstecherei und gerade mal ein einziges finales Fechtduell. Der Vater-Sohn-Konflikt? Aufgesetzt und ohne Biss. So gelingt das sicherlich kostentechnisch motivierte Experiment leider nicht. Der Film plätschert dahin, ohne jemals wirklich Interesse aufzubauen.

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