Spiel mit dem Tode


Originaltitel:
The Big Clock
Jahr:
1948
Eingetragen:
07.07.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,7/10

George Stroud (Ray Milland), investigativer Journalist, ist ein Arbeitstier. Seit Jahren wartet seine Frau (Maureen O'Sullivan) auf eine nachgelagerte Hochzeitsreise. Die ist zwar geplant, aber wieder kommt etwas dazwischen: George soll für Earl Janoth (Charles Laughton), den Verleger seiner Zeitung, den Mann finden, der gerade die Wohnung seiner Geliebten (Rita Johnson) verlassen hat, als er am Vorabend dort eintraf. In einem Eifersuchtsanfall hat Janoth sie nämlich erschlagen – und er will den Verdacht auf den vermeintlichen Nebenbuhler lenken. Davon weiß George jedoch erstmal nichts, nur Janoths engster Vertrauter Steven Hagen (George Macready) ist eingeweiht.

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Dafür wissen Janoth und Hagen etwas Anderes nicht: Der Gesuchte ist George Stroud selbst. So muss dieser nun vorgeblich eine Untersuchung leiten, sie jedoch tatsächlich sabotieren oder zumindest verlangsamen, während er versucht, die wahren Hintergründe des Auftrags zu erfahren und die wahren Verantwortlichen zu identifizieren. Trotz Aller Anstrengung kann George jedoch nicht verhindern, dass mit der Zeit immer mehr Hinweise auf ihn selbst weisen. Die Zeit wird knapp und seine Kollegen schaffen sogar schon Augenzeugen heran, denen George natürlich keinesfalls begegnen darf.

Das originelle Handlungsmotiv wird in sehr spannenden Szenen umgesetzt. Man fiebert als Zuschauer mit und spührt, wie sich langsam die Schlinge um den Hals des Protagonisten zuzieht, wie sein Bewegungs- und Handlungsradius immer kleiner wird. Dass die Verteilung zwischen „guten“ und „fiesen“ Charakteren klar ist, hilft bei der Identifizierung. Wobei damit nicht gemeint ist, dass die Charaktere eindimensional wären. Tatsächlich sind sie mit ihren Stärken und Schwächen alle recht normal und damit realistisch. Kein spektakulärer Film, aber ein sehr guter.

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