Der schwarze Spiegel


Originaltitel:
The Dark Mirror
Jahr:
1944
Eingetragen:
07.07.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
7,1/10

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Ob diese Gegenüberstellung etwas bringt?
Der Psychologe Perada wird tot aufgefunden. Dringenst mordverdächtig ist seine Verlobte Terry Collins (Olivia de Havilland), die mehrere Zeugen beim Streit mit dem Toten und bei Verlassen seiner Wohnung beobachtet haben. Lieutenant Stevenson (Thomas Mitchell) ist mehr als überrascht, als Terry ein scheinbar perfektes Alibi vorweisen kann: Lückenlos können mehrere Personen bestätigen, dass sie sich noch nicht einmal in der Nähe des Tatorts aufgehalten hätte.

Erklärt wird dieser scheinbare Widerspruch durch das Auftauchen von Terry eineiiger Zwillingsschwester Ruth. Die beiden Schwestern decken sich jedoch gegenseitig und verraten nicht, für wen das Alibi nun gilt. So kann keine Anklage erhoben werden, da kein Zeuge mit Sicherheit sagen kann, wen sie nun gesehen haben.

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Damit ist alles klar!
Die letzte Hoffnung, doch noch die Täterin zu identifizieren, liegt nun bei Dr. Scott Elliott (Lew Ayres), Experte für Zwillingsforschung. Er analysiert die Persönlichkeiten der beiden Schwestern und stellt fest, dass die Ähnlichkeit wohl tatsächlich nur äußerlich besteht...

Der Schwarze Spiegel hat viele gute Seiten, allerdings ist die Handlung nicht so vorteilhaft gealtert, wie die vieler Filme der gleichen Zeit. So wirken die Psychoanalyseszenen teilweise etwas naiv einfach. Ein paar wenige Antworten auf Rohrschach- und Assoziationstests, und schon ist klar, wer nett und freundlich und wer gewalttätige Tendenzen hat. Die Darstellung der beiden Schwestern ist dabei so zugespitzt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass Jemand, der ein paar Minuten im Raum mit einer von beiden verbringt, wirklich ernsthafte Probleme haben könnte, sie zu unterscheiden. Ebenso seltsam, dass immer wieder betont wird, es sei nichts an dem Vorurteil, bei Zwillingen gebe es immer einen „guten“ und einen „bösen“, jedoch ist nachher genau das der Fall.

Interessanter ist dagegen die Beziehung der Schwestern untereinander. Ganz glaubwürdig wirkt das Ganze zwar (ebenfalls aufgrund der starken Zuspitzung der Charaktere) nicht immer, aber immerhin.

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