The Crimes of the Black Cat


Originaltitel:
Sette scialli di seta gialla
Jahr:
1972
Eingetragen:
05.01.2013
IMDB-Wertung:
6,1/10

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Herzschlag? Das kann doch nicht sein!
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Sehen kann er sie nicht…
23 Schritte zum Abgrund und schon gar nicht dessen Vorbild erfreuen und erfreuten sich riesiger Bekannt- und Beliebtheit. Desto überraschender, dass sie vor viel berühmteren Werken, beispielsweise vom Schlage Hitchcocks in die italienischer Verwurstungsmaschine gerieten.

So belauscht hier der blinde Komponist Peter Oliver (Anthony Steffen) beim abendlichen Besuch eines Pubs Fetzen eines befremdlich anmutenden Gesprächs, in dem es anscheinend um ein geplantes Verbrechen geht; außerdem fällt das Word „Erpressung“. Die dröhnende Musik-Box übertöhnt jedoch die Details. Der Kellner kann immerhin eine der Gesprächspartnerinnen noch beim Herausgehen von hinten sehen: Es handelt sich um eine Frau (Giovanna Lenzi) in einem auffälligen, langen weißen Cape.

Kurz darauf kommt es im Modestudio Victor Morgans (Giacomo Rossi-Stuart) und Françoise Ballais' (Sylva Koscina) zu einem Todesfall: Model Paola (Isabella Marchall) kippt völlig ohne Vorwarnung mit einem Herzanfall um. Ausgerechnet mit dieser Paola war Peter befreundet gewesen. Ebenso wie ihre Mitbewohnerin Margot Thornhill (Shirley Corrigan) wird er von der Polizei (Renato De Carmine) aufgrund der seltsamen Todesumstände befragt.

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…aber genau das ist der Geruch, Inspektor!
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Nicht nur die Szene, sogar die Einstellung ist exakt die gleiche!
Peter und Margot, die nicht an eine natürliche Todesursache glauben mögen, beginnen eigene Nachforschungen und kommen sich in diesem Rahmen auch privat näher. Spätestens als dem Fotographen Harry (Romano Malaspina) die Kehle aufgeschnitten wird, ist klar, dass sie Recht haben – da steckt mehr hinter. Die Frau im weißen Cape ist immer noch in der Stadt unterwegs – doch wer ist sie und wer ihr Komplize, den Peter anfangs belauscht hat?

Nicht nur der Anfang, komplette weitere Szenen sind direkt dem Vorbild entnommen. So muss sich auch hier der Diener (Umberto Raho) des Protagonisten mit einem Fotoapparat bewaffnet an die Fersen der Verdächtigen heften, der Blinde gerät in einem abbruchreifen Haus in Lebensgefahr, er gibt eine Suchanzeige für die Frau in Weiß in allen Zeitungen auf, das Finale findet in der dunklen Wohnung des Protagonisten statt und natürlich spielt später auch ein besonderer Geruch, den nur der Blinde bemerkt, eine entscheidende Rolle bei der Identifikation der Mörderin und der Aufdeckung der Mordmethode. Nur dass diese Dinge leider mehr schlecht als recht in die Handlung eingebaut sind: Auf die Sache mit dem Foto wird überhaupt nie mehr Bezug genommen und die Erkenntnis, die sich mit dem Geruch einstellt, ist leider recht absurd geraten.

Denn: Wie der Titel ja schon verrät spielen bei den Morden Katzen eine Rolle. Das ist jedoch dermaßen „gimmicky“, dass man nur den Kopf schütteln kann. Damit nicht genug, es müssen auch noch Drogensucht sowie dunkle Ereignisse in der Vergangenheit mancher Charaktere herangezogen werden, um schließlich die Auflösung zu bilden. Absolut überladen! Da lobt man sich doch den Minimalismus der Originalgeschichte (Entführung und Lösegelderpressung) sowie das dort erfolgreichere Ausspielen der weniger zahlreichen, aber dafür ausgedehnteren zentralen Spannungsszenen. So bleibt eine Kuriosität, die man sich als Fan anschauen kann, die aber leider mehrmals selbstverschuldet, da überhastet, stolpert.

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