Einer gegen das Imperium


Originaltitel:
Il mondo di Yor
Jahr:
1983
Eingetragen:
07.07.2010
Bearbeitet:
02.06.2012
IMDB-Wertung:
4/10

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Yor ist schon unterwegs
Barbar Yor (Reb Brown), nach eigener Aussage ein „Jäger aus den Bergen“, schließt sich den Resten eines kleinen Stammes um Ka-Laa (Corinne Cléry) und Pag (Luciano Pigozzi) an. Diese Hilfe kommt gerade Recht, denn abwechselnd kommt es zu Angriffen von Dinosauriern und den Mitgliedern eines noch weniger „zivilisierten“ Stammes (zu erkennen an dem wuchernden Haar- und Bartwuchs).

Auf der Suche nach seiner eigenen Herkunft verschlägt es Yor und seine Begleiter dann zuerst in die Wüste, wo die blonde Ena (Carole André), die ein ähnliches Medaillon wie Yor um den Hals trägt, „als Göttin verehrt wird“. Dann schlagen sie sich weiter durch in Richtung des Meeres. Die Bewohner des dortigen Dorfes hatten gerade ein Treffen mit einem „Gott“, der in einem fliegenden Gefährt aufgetaucht war und anscheinend „das Feuer beherrschte“.

Yor möchte auch dem auf den Grund gehen und so setzen die Helden auf eine Insel über, auf der der Imperator (John Steiner) aus Star Wars unter dem Decknamen „Höchster“ mit Hilfe seiner Darth-Vader-Roboter herrscht (alle anderen Menschen auf der Insel sind Rebellen). Yor, der ursprünglich von hier stammt und der Sohn eines Rebellenanführers ist, schlägt sich auf die Seite der Freiheitskämpfer...

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Yor wird überwältigt
Einer gegen das Imperium ist ein knapp 90-minütiger Zusammenschnitt einer italienischen Fernsehserie. Zwar ist es nicht so, dass man ernsthaft irgendetwas vermissen würde, jedoch merkt man das deutlich: viel zu viele Schauplätze, viel zu viele und dauernd neue Charaktere, die erst groß aufgebauscht werden, aber dann genausoschnell wieder verschwinden und manchmal wird sogar mitten im Satz geschnitten.

Doch das wirkt sich natürlich sogar positiv aus, denn der Film ist ja ohnehin absoluter Schrott – unfreiwillig komischer Schrott. Geradezu bizarr sind Szenen, in denen Yor beispielsweise einen toten Flugsaurier als Gleiter benutzt oder Actionfiguren an einer Schnur dem Zuschauer als ernstgemeinter „special effect“ vorgesetzt werden. Man muss betonen, dass sich der Film (im Rahmen des Fantasygenres) selbst bierernst nimmt.

Der Höhe- oder Tiefpunkt sind jedoch die Dialoge. So ist immer wieder von irgendwelchen „Gesetzen“ die Rede. Yor „akzeptiert“ jedoch nur Gesetze, die seinen Besitz vermehren oder schützen – alle anderen lehnt er entschieden ab. Ein paar Kostproben des „Höchsten“:

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Plastik-Yor wartet
„Ich will, dass die beiden sofort gefangengenommen und zu mir gebracht werden... natürlich lebend!“

„Ich werde dem armen Verrückten gestatten, die Geheimnisse seiner Vergangenheit zu erfahren... aber weiter wird meine Großmut nicht gehen. Ich will nicht, dass er getötet wird!“

Über den „Höchsten“ erfährt man:

„Zweifellos ist sein vordringliches Ziel die Herrschaft des Bösen.“

Toll auch der Abschlusskommentar aus dem Off:

„Yor wird zu den primitiven Stämmen des Festlands zurückkehren. Entschlossen, der Menschheit eine zweite Chance zu geben.“

Damit ist eigentlich alles gesagt.

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