Il coltello di ghiaccio


Originaltitel:
Il coltello di ghiaccio
Alternativtitel:
Knife of Ice
Jahr:
1972
Eingetragen:
23.01.2013
IMDB-Wertung:
6,1/10

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Martha hört Aufnahmen ihrer eigenen Stimme aus besseren Tagen zu
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Jenny überlebt nicht lange
Seit dem tragischen Unfall, bei dem ihre Eltern ums Leben kamen, und in dessen Folge sie ihre Stimme (psychosomatisch bedingt) verlor, lebt die mittlerweile erwachsene Martha (Carroll Baker) bei ihrem Onkel Ralph (George Rigaud). Zum Anlass des Besuchs ihrer Cousine Jenny (Ida Galli) tut sie einen entscheidenden Schritt in der Bewältigung ihres Traumas: Sie holt Jenny vom Bahnhof ab. Doch die allseitige Freude währt nur kurz, denn bereits am nächsten Tag wird Jenny ermordet aufgefunden.

Inspektor Duran (Franco Fantasia) geht von einem sexuell motivierten Verbrechen, eventuell sogar im Zusammenhang mit Drogenkonsum und satanistischen Ritualen aus, denn erst vor wenigen Tagen war eine andere junge Frau nahe der Stadt ebenfalls ermordet aufgefunden worden. Und die Mordserie geht weiter: Die Haushälterin Mrs. Britton (Silvia Monelli) wird auf dem Weg zum Markt gemeuchelt, die kleine Nichte (Maria-Rosa Rodriguez) des Pastors (José Marco) sogar während sie mit Martha verstecken spielt.

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Rein zufällig ist Ralph Professor mit Spezialgebiet Satanismus
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Was zum Teufel ist das?
Höchst verdächtig: Hippie-Satanist Rudy Mason – doch der gesteht nur, dem ersten Opfer (das vor dem Beginn des Films starb) die Überdosis Heroin versehentlich verabreicht zu haben, will nichts mit den weiteren Morden zu tun haben. Da sich Onkel Ralphs Gesundheitszustand rapide verschlechtert und der sympatische Dorfarzt Dr. Laurent (Alan Scott) auch noch andere Verpflichtungen hat, gerät Martha derweil immer mehr in die Abhängigkeit des düster-verschlossenen Chauffeurs Marcos (Eduardo Fajardo)…

Gut, die Hauptfigur stumm zu machen, ist erstmal ein Gimmick. In manchen Szenen wird es jedoch durchaus ansprechend genutzt: Beispielsweise schleicht sich gegen Ende des Films eine dunkle Gestalt ins Haus und Martha kann weder die vor dem Haus bereitstehende Polizei, noch den zufälligen Telefonanrufer auf ihre bedrohliche Situation aufmerksam machen. Andererseits verliert der Film dadurch aber auch, denn einige ihrer anderen Filme zeigen, dass Carroll Baker ihre Stimme durchaus zu nutzen weiß. Dieses Ausdrucksmittels beraubt wirkt sie schwächer als gewohnt, wenn auch gerade noch präsent genug.

Ansonsten gibt es natürlich das wieder das übliche auf eine „große überraschende Enthüllung“ hinauslaufende Spielchen. Die soweit in Ordnung ist, aber im Rückblick betrachtet ergeben natürlich lange nicht alle Handlungsweisen der Charaktere wirklich Sinn. Überhaupt ist die Geschichte mit Vergewaltigern, harten Drogen und dann auch noch Satanisten motivisch reichlich überladen. Verschmerzbar, kann man sich angucken, wenn auch kein Pflichtprogramm.

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