Jack the Mangler


Originaltitel:
Jack el destripador de Londres
Alternativtitel:
Seven Murders for Scotland Yard
Jahr:
1971
Eingetragen:
17.02.2013
IMDB-Wertung:
5/10

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Man könnte meinen, der Besitzer dieser Hand könnte der Täter sein
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Stille Selbstreflektion mit Alkohol
Paul Naschy hat in seiner langen Karriere so ziemlich jede Horrorikone gespielt. Hier ist er nun Jack the Ripper… oder eben vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall gehört seine eigene Frau zu den ersten Opfern des modernen Jack, der ebenso wie sein historisches Vorbild mit medizinischer Präzision Organe seiner Opfer entfernt und sie mit begleitenden Bekennerschreiben der Polizei zuschickt. Inspektor Henry Campbell (Renzo Marignano) hält den ehemaligen Zirkusartisten Pietro (Naschy) auf jeden Fall für höchst verdächtig. Insbesondere die Beobachtung, dass er für jeden Mord ein hieb- und stichfestes Alibi hat, mache ihn besonders verdächtig!

Eine auffällige Häufung von Opfern, erst eine Schülerin und schließlich seine Frau (Orchidea de Santis), ergibt sich rund um den Lehrer Winston (Andrés Resino), offensichtlich mindestens höchst sexuell frustriert, aber in seiner Eigenschaft als alter Schulfreund Campbells jenseits jeden Verdachts. Pietro, auf der Flucht, nachdem er eines Morgens von der Polizei im Bett mit einer weiteren Leiche entdeckt wird, wendet sich derweil an Lulu (Patricia Loran), die beste Freundin seiner ermordeten Frau, die ihn allerdings noch niemals zu Gesicht bekommen hat.

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In anderen Kreisen ist man dagegen recht selbstzufrieden
So richtig Sinn ergibt das Ganze also niemals: Manchmal sind Charaktere wie in diesem Fall seltsam unwissend, manchmal warten sie aber auch urplötzlich mit Wissen auf, das sie gar nicht haben können. Einen Kurs in Subtilität müssen die Autoren auch nochmal dringend ablegen. Wenn man nur drei Figuren einführt und eine davon ein Polizeiinspektor ist, bleiben eigentlich nur zwei Verdächtige. Wenn bei einem die grundsätzliche Unschuld allzu häufig betont wird, liegt der Fall für den Zuschauer fünf Minuten nach dem ersten Auftreten dieser Figur klar.

Doch mit solchen Details gibt sich der typische Naschy-Film ja sowieso selten ab. Dieser selbst bestreitet seine Rolle mit permanentem auf den Boden gerichteten Hundeblick, wohl um Selbstzweifel und innere Zerrissenheit auf seine unbeholfene Art zu zeigen. Ein gewisser ehrlicher Enthusiasmus ist immerhin spürbar, wodurch die auch sonst unbeholfene Produktion immerhin einen gewissen Charme erhält. Doch etwas spektakulärere Stories sind auf diesem Niveau einfach unterhaltsamer.

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