The Sister of Ursula


Originaltitel:
La sorella di Ursula
Jahr:
1978
Eingetragen:
24.02.2013
IMDB-Wertung:
5,1/10

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Religiöse Symbolik soll für Anspruch sorgen (?)
Die Schwester Ursulas (Barbara Magnolfi) ist Dagmar (Stefania D'Amario). Warum sie nun gerade titelgebend sein soll, bleibt im Verlauf des Films unklar. Sie nimmt weder zeitlich die Protagonistenrolle ein, noch treibt sie die Handlung jemals aktiv voran. Sie und ihre Schwester sind einfach zwei unter vielen Gästen eines Hotels an der szenischen Adria. Nach dem Tod ihres vor allem von Ursula vergötterten Vaters sind die beiden auf der Suche nach ihrer Mutter, die sie verlassen hat, als sie noch Kinder waren.

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Dagmar zieht sich aus… oder an… für… ach, was weiß ich denn? Eh egal.
Wobei sich diese Suche doch sehr passiv gestaltet, denn Ursula, die sich ohnehin nur mit Beruhigungsmitteln durch Tag und Nacht rettet, möchte am Liebsten sofort wieder abreisen, und auch Dagmar zeigt keinerlei Initiative, die gesuchte Dame wirklich aufzuspüren. Stattdessen verfolgen die Zuschauer, ob sie nun wollen oder nicht, scheinbar beliebige Szenen rund um Hotelbesitzerin Vanessa (Anna Zinnemann), Hotelmanager Roberto (Vanni Materassi), Vanessas Noch-Ehemann, den sie zugunsten der Prostituierten Jenny (Antiniska Nemour) zu verlassen gedenkt, Nachtclubsängerin Stella (Yvonne Harlow) und ihrem etwas zu klammernden Verehrer Filippo (Marc Porel). Verbindendes Element: Jede Frau, die Sex hat, wird direkt im Anschluss von einem Mörder in Schwarz mit einem Holzdildo (?) ermordet.

Wie das nun alles zusammenpasst, sei mal dahingestellt. Ein Film, der sich so wenig Mühe gibt, seine wahren Intentionen zu bemänteln, ist genauerer Analyse gar nicht wert. Was sind jene? Die ausführlichst-vorstellbare Darstellung nicht nur nackter, sondern die Hälfte der Zeit auch sehr explizit sexuell aktiver Menschen, bevorzugt weiblichen Geschlechts. Zugegeben sind die Darstellerinnen allesamt ästhetisch ansprechend, so dass das Zugucken leicht fällt, aber das hilft der Gesamtheit des Films auch nicht.

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Ernsthaft?
Insbesondere dann nicht, wenn man bewusst und mit voller Absicht in spekulative Gefilde abgleitet. Ich sage nur: auf Sex folgt Tod. Und nicht zu vergessen betont der Film überdeutlich bei einem Pärchen explizit seine Minderjährigkeit (ca. zehn Minuten lang wird das, bzgl. der Rollen, nicht der Darsteller, eingehämmert), was aber selbstverständlich nicht die unvermeidlich folgende, zutiefst voyeuristische Sexszene verhindert.

Am Ende gibt's dann noch die üblich lächerliche Auflösung, nachdem man mit diversen Eifersuchts-, Besitzstands- und Drogendramen auf diverse falsche Fährten geführt worden war. Nur, dass einen wirklich keine davon wirklich interessiert hat. Dazu fehlen emotional glaubwürdige und interessante Charaktere und eine die Handlung unterstützende (d.h. sich nicht nur von Nacktszene zu Nacktszene hangelnde) Dramaturgie. Irrelevanz pur.

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