Scanners 2 – Eine neue Generation


Originaltitel:
Scanners II: The New Order
Jahr:
1991
Eingetragen:
01.05.2013
Bearbeitet:
02.07.2018
IMDB-Wertung:
5,2/10

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Forrester hat den ersten Schritt auf der Karriereleiter geschafft: Die Bürgermeisterin hat ihn (unfreiwillig) zum Polizeichef ernannt
Scanners brauchte keinen Nachfolger, denn manchmal ist es besser, wenn man sich selbst nicht in Erklärungsnot begibt. Das einfach nicht aufklärt, was besser offen geblieben wäre. So beginnt Scanners 2 nicht ganz ungeschickt: Auf das konkrete Ende des Klassikers wird überhaupt kein Bezug genommen. Stattdessen ist die Verwandtschaft erstmal rein motivisch.

Die Handlung folgt dem sympatischen Medizinstudenten David (David Hewlett), einem Scanner-ohne-es-zu-wissen, der, als er mittels seiner besonderen Fähigkeiten eine Gruppe bewaffneter Räuber überwältigt, um seine Freundin (Isabella Mejias) zu retten, in die Medien und damit ins Visier des aufstrebenden Commander John Forrester (Yvan Ponton) von der Polizei gerät. Forrester plant eine schnelle Karriere zum Polizeichef und anschließend zum Bürgermeister, um für eine „neue Ordnung“ in der Gesellschaft zu sorgen. Dieser Law-and-Order-Plan fußt darauf, die Bevölkerung mittels der Gedankenkraft der Scanner unter permanenter Kontrolle zu halten. Doch bis David das herausfindet, hat er dem Fiesling, naiv wie er ist, bereits mehrere Schritte nach vorn geholfen.

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Scanner als ruhiggestellte Versuchskaninchen
Die Grundidee ist ja gar nicht mal so übel – nicht einfach „gute Scanner gegen böse Scanner“, sondern ein „normaler“ Bösewicht will die Scanner ausnutzen. Es geht also thematisch um die Verantwortung, die sich aus großer Macht (oder verallgemeinert: besonderen Fähigkeiten) ergibt. Doch anscheinend reichte es nicht zu einem vollständigen Drehbuch, das dieses Plotmotiv ausreichend ausgefüllt hätte und so… klebte man eine zweite Filmhälfte dran, die wirklich übel ist!

Wo vorher die Charaktere und ihre Handlungen eine grundlegende Glaubwürdigkeit hatten, finden nun absurde Sprünge in Handlungsort, -logik und konsistenz statt. Unmotiviert soll doch noch die Brücke zum ersten Teil geschlagen werden, was mehr als unnötig war. Aufgesetzte persönliche Schicksale werden ohne Not auf die Handlung gepropft und damit platte Konflikte heraufbeschworen. Ein vorher recht harmloser Helfer (Raoul Trujillo) des Bösewichts wird plötzlich zum schier unbesiegbaren Supermann hochstilisiert, um einen bemüht spektakulären Endkampf zu bekommen. Und wozu das alles? Tja, das ist die entscheidende Frage…

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