Scanners 3


Originaltitel:
Scanners III: The Takeover
Jahr:
1991
Eingetragen:
01.05.2013
Bearbeitet:
02.07.2018
IMDB-Wertung:
4,4/10

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Persönliche Rache an früheren Peinigern ist Helena bald nicht mehr genug
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Vorstellung von EPH-3 in Werbespotmanier
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Meditations-Clichés
Schon im zweiten Teil hatte es gerade mal nur für einen halben (sinnvollen) Film gereicht. Doch im Vergleich zu dem direkt im Anschluss heruntergedrehten weiteren Nachfolger muss man sagen: Zumindest war es dort noch versucht worden, eine, wenn schon nicht originelle, doch immerhin einigermaßen in unserer Welt verortete (d.h. glaubwürdige) Geschichte zu zimmern. Was man eben von Scanners 3 keinesfalls mehr behaupten kann.

Hier rutscht man nämlich völlig unvermittelt und anlasslos in eine platte Superheldengeschichte: Die Geschwister Helena (Liliana Komorowska) und Alex (Steve Parrish) sind Scanner. Letzterer hat durch unglücklichen Einsatz seiner Psi-Kräfte den Tod seines besten Freundes verursacht und er hat sich seitdem in ein Kloster in Tibet zurückgezogen. Erstere lebt weiterhin unter dem Dach ihres Adoptivvaters (Colin Fox), dessen pharmazeutische Firma an einem neuen Mittel forscht, das die Beschwerden der Scanner lindern soll, ohne solche Nebenwirkungen wie die bisherigen Medikamente zu verursachen.

Helena probiert EPH-3, das man sich wie ein Nikotinpflaster hinters Ohr klebt, entgegen des Verbots ihres Adoptivvaters an sich selbst aus. Dadurch verändert sich ihre gesamte Persönlichkeit: Sie strebt nun nach der Weltherrschaft (!) und geht dafür über Leichen! Nur Alex kann sie aufhalten.

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Das soll eine ernstgemeinte chemische Analyse sein? Auch die Zuschauer können es kaum glauben!
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Merke: Das intendierte Zentrum der Aufmerksamkeit muss nicht immer in der Bildmitte liegen
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Schauspielkunst
Diese Zusammenfassung lässt die Handlung allerdings wohl noch „besser“ erscheinen, als sie tatsächlich ist. (Nicht auf unterhaltsame Weise) reihen sich absurde, völlig zusammenhanglose Szenen irgendwie aneinander. Irgendwelche Personen machen irgendwas – ohne Sinn und Verstand. Und wie gesagt, maximal könnte man hier vielleicht vom Niveau eines schlechten Superheldencomics sprechen. Jedoch einem, der nicht mal die offensichtlichsten Motive – wie beispielsweise die geschwisterliche Rivalität oder eben -liebe zwischen den Hauptantagonisten – auszuspielen weiß.

Kaum noch erwähnenswert, obwohl streng genommen extremst peinlich, sind dann solche Auswüchse wie die Szenen mit der mörderischen Krankenschwester oder die lachhaften Versuche irgendwelcher „wissenschaftlicher Erklärungen“, die sich jenseits selbst jeder Science-Fiction-Logik bewegen – doch wir sprechen hier immerhin von einem Film, dessen Bösewicht sich nach ihrer „Transformation“ (die keine Sekunde dauert, also auch nichts mit „inneren Konflikten“) tatsächlich (ohne dass dies erklärt wird) in eine „Uniform“ wirft, die jeden von James Bonds Gegenspielern im Vergleich verblassen lässt. Da wundert einen wirklich nichts mehr.

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