Scanner Cop – Die ultimative Waffe


Originaltitel:
Scanner Cop
Alternativtitel:
Scanners 4, Scanners IV
Jahr:
1994
Eingetragen:
03.05.2013
IMDB-Wertung:
5/10

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Sam geht beim Scannen der hypnotisierten Täter bis an deren Grenzen
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Auch mit Computern kann er direkt kommunizieren
Als Kind (Elan Rothschild) musste Sam (Daniel Quinn) mitansehen, wie sein Vater, ein Scanner, aufgrund fehlender Medikamente durchdrehte, Polizisten angriff und erschossen wurde. 15 Jahre später feiert er mit seinen Adoptiveltern den erfolgreichen Abschluss der Polizeiakademie. Sein Adoptivvater Peter Grove (Richard Grove) ist aktuell der Polizeichef.

Da erschüttert eine Mordserie an Polizisten die Stadt. Völlig unbescholtene Bürger, zwischen denen kein erkennbarer Zusammenhang besteht, greifen unvermittelt Uniformierte an. Da er anderweitig nicht mehr weiterweißt, bittet Peter Sam, einen überlebenden Täter zu scannen, um herauszufinden, was in dessen Kopf vor sich geht. Das hieße zwar, Sams Pillen abzusetzen und sich damit der Gefahr des Kontrollverlusts und schleichenden Wahnsinns auszusetzen, aber mangels Alternativen stimmt Sam zu. Er findet heraus, dass die Mörder allesamt von einem Bösewicht Glock (Richard Lynch) hypnotisiert wurden.

Was ja eigentlich genug gewesen wäre als Handlung, doch typisch amerikanisch muss man natürlich alles noch wieder auf eine persönliche „Schicksalsebene“ ziehen, so dass der Bösewicht das alles tut, um persönliche Rache an Sams Adoptivvater zu nehmen. Na ja.

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Bei jedem Mord wird eine Tarotkarte gefunden
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Glock ist Scanner-resistent
Ganz gut gelungen dagegen der zentrale Konflikt Sams, sich einerseits als normaler Kollege Ansehen erarbeiten zu wollen, jedoch sowohl als Sohn des Chefs, als auch mit seinen besonderen Fähigkeiten aus der Masse herauszustechen – was ihm beides unangenehm ist. Ebenso nicht schlecht die Idee, ihn selbstgewählt in die Gefahr und gleichzeitig Abhängigkeit eben jener Kräfte geraten zu lassen. Er muss seine Psi-Kräfte nutzen, doch gleichzeitig zerfressen sie ihn auch. Daraus hätte man sicher noch mehr machen können.

Entsprechend wird die solide Polizeigeschichte mit ein paar ganz gelungenen Szenen aufgewertet, die teilweise sogar eine recht surreale Qualität erreichen. Zu nennen wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise der Ausflug in den Geist einer Sterbenden – nicht schlecht.

Ein großer Wurf ist die TV-Produktion Scanner Cop natürlich nicht, aber im Vergleich zu der völligen inhaltlichen wie auch stilistischen Einfallslosigkeit der beiden vorigen Scanner-Filme ist dies tatsächlich wieder ein Fortschritt. Wohl auch, weil der eigene Anspruch der Macher wohl niedriger war.

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