Vampyr – Der Traum des Allan Grey


Originaltitel:
Vampyr – Der Traum des Allan Grey
Jahr:
1932
Eingetragen:
08.06.2013
IMDB-Wertung:
7,6/10

Der Tonfilm musste seine Konventionen erstmal finden – und dann war da ja auch noch das ewige Problem der Finanzierung. So ist Vampyr formell zwar ein Tonfilm, aber kaum als solcher zu erkennen: Erzählende Zwischentitel sieht man öfter, als direkt eingesprochene Dialoge zu hören sind. Die wenigen gesprochenen Worte gehen, wenn sie denn überhaupt mal auftauchen, oft sogar halb in der begleitenden Orgelmusik unter. Was nicht mal etwas macht, denn für die Erzählung sind sie ohnehin meist unwichtig. Die Geschichte ist dafür einfach genug: Der Protagonist (Julian West) mietet sich in einem Gasthaus ein, dessen Besitzer ihn bittet, seine Tochter vor einer drohenden Gefahr zu beschützen: Vampire sind in der Gegend unterwegs!

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Schatten
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Geist (oder Traum?)

Viel mehr kommt explizit auch nicht mehr. Doch es gibt ja Filme, die weniger aufgrund ihrer Erzählung, als vielmehr aufgrund ihres Stils bekannt wurden. Zu dieser Kategorie gehört Vampyr zweifellos, doch auch das braucht etwas Zeit, um so richtig in Gang zu kommen: Ein sich seltsam verhaltender Schatten hier, eine ungewöhnliche Perspektive dort. Doch je tiefer die Hauptperson in den Alptraum eintaucht, desto interessanter wird es zugegebenermaßen.

Den großen Kult um den Film nachzuvollziehen ist trotzdem schwierig. Doch da muss man wohl bedenken, dass Filme dieses Alters einfach keinen normalen Zuschauerschnitt haben. Und derart Filminteressierte bewerten häufig primär die historischen Verdienste anstatt den tatsächlichen Unterhaltungswert im Vergleich dazu, was noch alles folgte. Oder auch, wie sich eben jene damals innovative Techniken durchaus noch weiterentwickelt haben.

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