Insel der neuen Monster 2


Originaltitel:
La regina degli uomini pesce
Jahr:
1995
Eingetragen:
08.06.2013
IMDB-Wertung:
3,3/10

Der Ruf, aus altem Material zusammengeschnitten (aus dem ersten Teil sowie der Mad Max-Kopie Fireflash) zu sein eilt diesem Film voraus und könnte somit kaum schlechter sein. Nicht zu unrecht, denn solche Versuche sind nicht nur gegenüber den Zuschauern einfach eine Unverschämtheit, sondern gehen auch inhaltlich meist schief. So präsentiert sich Insel der neuen Monster selbstverständlich als Stückwerk: Es beginnt mit zwei nervigen Jungen (Giuliano Gensini und Michael Velez), die aus dem postapokalyptischen New York (Fireflash) fliehen und die es dann auf eine Insel verschlägt, auf der unter anderem Fischmenschen (Vorgängerfilm) beheimatet sind. Man könnte meinen, dass es allerdings gar nicht so übel sei, wie gedacht: Der Großteil des Filmmaterials ist neu! Nur ist das eben nur das kittende Zwischenwerk – sämtliche visuelle (relative) Höhepunkte sind eben aus den älteren Filmen wiederverwertet und nur mit neuen Gegenschnitten auf die neuen Charaktere aufgemischt.

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Bekannte Gladiatorenduelle im Auto

Die „neue“ Handlung unterscheidet sich allerdings vom Quellmaterial trotzdem signifikant, und zwar in Zielgruppe und Tonfall. Anstatt Wissenschaftshorror oder Endzeitaction erwartet einen hier ein Märchen. Und zwar nicht in dem Sinne, wie man auch die ersten beiden Genres als Märchen bezeichnen könnte, sondern eines, dessen Motive direkt aus dem Grimm'schen Märchenbuch entnommen sind. Im Zentrum der Handlung steht schnell eine böse Tyrannin (Ramona Badescu), die aus Eifersucht den Prinzen und seine Verehrerin mit einem Fluch belegt hat, und sämtliche Menschen, die sich ihr widersetzen, in Tiere verwandelt. Und die in einer Szene einem der Protagonisten ernsthaft einen vergifteten Apfel in die Hand drückt.

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Schneewitchens böse Stiefmutter

So seltsam es klingen mag, wirkt sich dies sogar eher zu Gunsten des Filmes aus. So ist immerhin klar, dass man die Ansprüche allein deshalb nicht zu hoch hängen darf, da eine andere Zielgruppe (die sich mit den jugendlichen Protagonisten identifizieren kann) angesprochen werden soll. Was nicht die schlechte Machart und die peinlich verpuffenden Humorversuche entschuldigt. Und auch nicht die Langeweile, die den Großteil ausmacht. Und, und, und… Der sechszehn Jahre ältere Vorgängerfilm war zwar auch kein großer Wurf, aber immerhin noch solide-anschaubares Genrekino!

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