Das Dunkel der Nacht


Originaltitel:
Nothing but the Night
Jahr:
1972
Eingetragen:
20.07.2010
Bearbeitet:
08.01.2012
IMDB-Wertung:
4,8/10

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Bis hierhin eine typische „Klassenfahrt“
Die Van-Traylen-Stiftung, die ein Heim für Waisenkinder betreibt, ist in Schwierigkeiten: Mehrere Vorstandsmitglieder sterben kurz hintereinander bei Unfällen. Zu viele, als dass das noch Zufall sein könnte. Colonel Bingham (Christopher Lee) soll die Sache ohne Aufsehen zu erregen untersuchen, als es dann auch noch zu einem mehr als seltsamen Busunfall kommt, in dem der Fahrer verbrannt ist, obwohl es gar kein Feuer gab und seit dem mehrere Kinder unter Albträumen leiden. Bingham zieht Dr. Ashley (Peter Cushing) hinzu, der per Hypnose ins Unterbewusstsein der Kinder vordringen soll.

Hier muss nun erstmal eine Warnung hin: Die in Deutschland zu kaufende DVD lügt. Außer dem deutschen Titel stimmt nichts auf der Hülle. Die Inhaltsangabe, das Produktionsjahr und die Darsteller gehören zu einem Film namens Das Unheimliche (The Uncanny), einem anderen Film mit Cushing (aber ohne Lee, dafür mit Donald Pleasance und Ray Milland), der „gruslige“ Kurzgeschichten über „böse“ Katzen erzählt. Dies ist nicht jener Film.

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Senioren unter sich
Ist auch besser so, denn im direkten Vergleich ist dieser Film, der tatsächlich in der Hülle steckt, der deutlich bessere. Doch gibt es eben nicht nur diese beiden Filme auf der Welt. Und im Gesamtkontext aller Filme schlägt sich auch Das Dunkel der Nacht nicht so hervorragend.

Das Ende ist zwar recht abmitioniert (wobei in den Schlussszenen der Fluch des niedrigen Budgets zuschlägt) und hätte für eine interessante Handlung sorgen können, aber es kommt aus dem Nichts. Vorher geht es chaotisch von einer Spur zur nächsten, ohne dass es jemals zu irgendwas führt oder auch nur einigermaßen unterhaltsam wäre. Diana Dors, in der Rolle der Mutter eines der „Waisen“, wird lange „verdächtig gemacht“ – ohne Sinn und Verstand, es führt nur zu unfreiwillig komischen Szenen. So bleiben die „schockierenden“ Schlussszenen und gerade mal ein oder zwei Momente im Verlauf des Films, von denen sich im Rückblick herausstellt, dass es subtile Hinweise auf die große Verschwörung waren. Zu wenig, auch wenn der Film nicht direkt schlecht ist.

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