Die geheimnisvolle Insel


Originaltitel:
Mysterious Island
Jahr:
1961
Eingetragen:
21.06.2013
IMDB-Wertung:
6,7/10

Im sogenannten amerikanischen Bürgerkrieg entflieht eine Gruppe Kriegsgefangene (Michael Craig, Dan Jackson, Gary Merrill, Percy Herbert, Dan Jackson) ihrem Lager mit einem Heißluftballon. Ein Sturm treibt sie auf eine unbekannte Pazifikinsel. Hier müssen sie einsehen, dass ihre im Roman festgehaltene Geschichte wohl nicht aufregend genug war, und so treffen sie nicht nur auf zwei nette, schiffbrüchige Damen (Joan Greenwood und Beth Rogan), sondern auch einigen riesenhaften und äußerst agressiven Tieren (ein Riesenkrebs, Riesenbienen usw.).

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Dabei profitiert die Gruppe von „zufällig“ angeschwemmten Kisten voller Ausrüstungsgegenstände sowie mysteriösen Rettungen, unter anderem, als ein Piratenschiff sie bedroht. Schließlich gibt sich ihr anonymer Wohltäter zu erkennen: Es ist Kapitän Nemo (Herbert Lom), dessen stark beschädigtes Unterseeboot Nautilus unter der Insel verankert liegt. Die mutierten Tiere sind sein Werk; damit beabsichtigt er, das Welthungerproblem zu lösen. Er überbringt jedoch auch schlechte Nachrichten: Der sich auf der Insel befindliche Vulkan drohe bald auszubrechen!

Damit ist das Auftauchen der Harryhausen'schen Monster ganz clever und insbesondere genrekonform motiviert. Und tatsächlich stellen diese Szenen die klaren Höhepunkte der Handlung dar. Der reine Kampf um den Bau einer Unterkunft, Nahrungssuche usw., woraus die Vorlage größtenteils besteht, wäre dagegen wohl tatsächlich weniger spannend gewesen.

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Gelungen auch Loms spätes Erscheinen als Nemo, der in einer gut gemachten Szene in einem seltsam anmutenden Taucheranzug und auch sonst fremdartig ausgerüstet dem Meer entsteigt. Dies führt dann auch einen neuen Aspekt in den Film ein: die Ausflüge in die Unterwasserwelt – wo dann zumindest einmal (neben den obligatorischen Ruinen einer versunkenen Stadt) natürlich auch ein schön animierter Octopus wartet.

Also insgesamt ein sehenswerter, wenn auch im Vergleich zu Herrn Harryhausens anderen Spektakeln – von Sindbad bis zu den Argonauten – fast schon zurückgenommen-realistisch.

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