Als Dinosaurier die Erde beherrschten


Originaltitel:
When Dinosaurs Ruled the Earth
Jahr:
1970
Eingetragen:
23.06.2013
IMDB-Wertung:
5,2/10

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Gemalt
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Historisch akkurat
Mal wieder reisen wir zurück in eine Steinzeit, in der die Dinosaurier immer noch existieren. Im gezeigten menschlichen Stamm ist es Tradition, dass blonde Frauen der Sonne geopfert werden. Doch etwas geht schief, ein Sturm zieht auf und Sanna (Victoria Vetri) entkommt per Sturz ins Meer. Sie wird von Fischer Tara (Robin Hawdon) aufgelesen und in dessen Dorf gebracht. Doch auch hier hält es Sanna angesichts der eifersüchtigen Intrigen einer Konkurrentin (Imogen Hassall) nicht lange aus. Nun auf sich allein gestellt, wird Sanna nicht nur von den rachsüchtigen Vertretern beider Stämme verfolgt, sondern auch vom offensichtlich verliebten Tara gesucht. Doch bis den beiden ein Happy End beschieden wird, sind noch diverse Gefahren zu überstehen – darunter einige Begegnungen mit Dinosauriern.

Das schöne an letzteren: Sie laufen nicht ausnahmslos aggressiv ab. Die Szenen, in denen sich Sanna in einem bereits aufgebrochenen Dinosaurierei vor dem Sturm versteckt und deshalb am nächsten Morgen von der zurückkehrenden Mutter für ihr Junges gehalten wird, kann man zwar eigentlich nur als absurd bezeichnen, doch wir sprechen hier immerhin von einer Welt, die von Dinosaurier und Menschen überhaupt gleichzeitig bewohnt wird. Und so entwickeln gerade die Szenen, in denen Sanna mit ihrem „Geschwister“ spielt und es sogar wie einen Hund dressiert, einen nicht zu verachtenden Charme.

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Schlangenshow
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Adoptivmutter
Nicht so schön ist dagegen, dass einem mal wieder klar wird, wie sehr man Ray Harryhausen vermisst, wenn er sich wie in diesem Film nicht unter den Mitwirkenden befindet. Waren im Vorgängerfilm die Begegnungen mit den Riesenkreaturen noch echte Höhepunkte gewesen, fühlt man sich hier das eine oder andere Mal unangenehm an die Augsburger Puppenkiste erinnert – insbesondere der Pterodactyl flattert sehr deutlich aufgehängt und ziellos herum, ohne jemals so richtig mit seinem theoretischen Gegenüber in Kontakt zu kommen.

Während also im Vergleich zum Vorgängerfilm (Eine Million Jahre vor unserer Zeit) die Actionszenen nicht ganz mithalten können, versucht man eben etwas mehr Handlung einzubauen. Dazu hat man sich von der Beschränkung auf Grunzlaute verabschiedet. Stattdessen sprechen die Charaktere eine Kauderwelschsprache, begleitet von großen Gesten, um den armen Zuschauern trotzdem klarmachen zu können, was wohl gemeint ist. Da die Konflikte immer noch eher einfach gehalten sind, funktioniert das meist recht gut.

Alles in Allem ist dies also sicher keine große Weiterentwicklung und schon gar keine revolutionäre Neuausrichtung des Genres. Immerhin ist es jedoch dank der soliden darstellerischen Leistungen ein solider Beitrag zum Genres. Vielleicht nicht der erste Film, den man zu diesem Thema anschauen sollte, aber keine schlechte Wahl in zweiter Reihe.

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