Schlacht um Babylon


Originaltitel:
Il conquistatore dell'Oriente
Alternativtitel:
The Conqueror of the Orient
Jahr:
1960
Eingetragen:
29.06.2013
IMDB-Wertung:
3,6/10

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Offensichtlich böse
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„Meine Augen sind hier oben!“
Das Land leidet mal wieder unter einem Tyrannen, Sultan Dakar (Paul Müller). Nicht nur erhebt er Anspruch auf willkürliche „Steuern“ zwecks persönlicher Bereicherung, sondern seine neueste Erwerbung ist sogar menschlicher Natur: Prinzessin Fatima (Irène Tunc), die Tochter des militärisch besiegten und ermordeten Herrschers eines Nachbarstaates soll seine neue Frau werden. Fatima kann jedoch aus dem Palast fliehen und kommt in der Fischerhütte Nadirs (Rik Battaglia) und dessen Ziehvaters Omar (Fosco Giachetti) unter.

Es folgt eine unüberzeugende, da unmotivierte Liebesgeschichte zwischen Fatima und Nadir, dann etwas sinnloses Hin und Her mit Gefangennahmen und erneuter Flucht, bevor Omar endlich damit herausrückt, was die Zuschauer sich bereits seit 45 Minuten denken: Nadir ist eigentlich der Sohn des „rechtmäßigen“ Herrschers, den Dakar vom Thron gestürzt hat. Mit Hilfe des seinerzeit in Sicherheit gebrachten Kronschatzes stellen die beiden eine Armee auf, führen einen blutigen Bürgerkrieg und erstürmen schließlich die Hauptstadt just an dem Abend, an dem Dakar endgültig den Pakt mit Fatima besiegeln wollte.

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Offensichtlich edel
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Endkampf
Schlacht um Babylon ist einer der Filme, die meinen, dass nur weil sie „früher“ spielen, alle Figuren mit großen Gesten und gestelzter Ausdrucksweise sprechen müssen, was angesichts der billigen Produktion besonders lächerlich wirkt. Charaktertechnisch wird überhaupt nichts geboten: Der vorgesehene Held macht sich zwischendurch auf eine alberne Selbstmordmission, später verändert sich seine Persönlichkeit von einem Moment zum anderen, als ihm seine Abstammung eröffnet wird. Urplötzlich ist er nicht mehr der gutmütige, einfache Fischerssohn, sondern das Drehbuch schreibt ihm nun ebenso hochgestochene Handlungs- und Sprechweisen vor, wie es sich nun mal für einen „Prinzen“ „gehört“.

Action gibt es ebenfalls enttäuschend wenig zu sehen. Auf die Schlachtfelder wird grundsätzlich immer erst geschwenkt, wenn die eigentlichen Kampfhandlungen bereits praktisch vorbei sind, d.h. die Bösewichte bereits mehrheitlich am Boden liegen. Ein paar einzelne Schwertduelle werden immerhin abgespult. Aber dafür guckt man sich dieses öde Machwerk ganz bestimmt nicht an!

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