Die Rache des Herkules


Originaltitel:
La vendetta di Ercole
Alternativtitel:
Goliath and the Dragon
Jahr:
1960
Eingetragen:
28.07.2013
Bearbeitet:
27.12.2013
IMDB-Wertung:
5,3/10


Herkules (Mark Forest) hat's schwer: Seine Heimatstadt Theben ist ins Visier des machtgierigen Euritos (Broderick Crawford) geraten. So muss er einen magischen Rubin beschaffen, um die Gunst der Götter wiederzugewinnen. Als ihm dies wider erwarten gelingt, hat Euritos jedoch bereits die nächste Intrige gesponnen: Mit einer List überzeugt er Herkules' Sohn Hylos (Sandro Moretti; in Genretradition älter als die Darstellerin seiner Mutter), in dessen Ehepläne mit Thea (Federica Ranchi) Herkules nicht einwilligen will, seinem Vater unwissend Gift zu verabreichen. Als auch dies (und weitere Verwicklungen) nicht dazu führen, dass Herkules endlich beseitigt ist, bleibt nur noch die klassische Variante: offener Krieg und Geiselnahme von Herkules' eigener Ehefrau Dejanira (Leonora Ruffo).

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Das muss man in Bewegung sehen!
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Kettenziehen gehört selbstverständlich auch zum Programm

Dies alles stellt sich allerdings dermaßen verwickelt dar, dass der Stoff locker für fünf solcher Filme gereicht hätte! Jeder der Pläne Euritos' und die zusätzlich vorhandenen Konflikte zwischen Herkules und den Göttern entsprächen jeweils der typischen Handlung eines gesamten Films. Will man der Handlung tatsächlich folgen, wirkt Die Rache des Herkules dadurch zwischen Intrigen, Rachegedanken, Familientragödien und göttlichen Todesprophezeiungen völlig überladen. Doch wer will das schon?

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Ab in die Schlangengrube mit ihr
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Ihr Auftritt, Frau Mahlzahn

Gleichzeitig sorgt es eben dafür, dass mit ungeheurer Frequenz immer neue Ungeheuer, mit denen sich Herkules schlagen muss, auftauchen. Bevor überhaupt irgendwelche Charaktere vorgestellt, geschweige denn charakterisiert sind, hat Herkules bereits einen dreiköpfigen Zerberus-Verschnitt und eine mannsgroße Fledermaus (?) niedergerungen. Im Laufe der Handlung folgen dann ein Mann im Bärenkostüm, ein Elefant (!), ein Zentaur und als Höhepunkt gegen Ende noch ein mehr als sehenswerter Drache. Zwischendurch gibt es natürlich Prügeleien mit zahllosen Soldaten und ein Tempel wird im Alleingang verwüstet, genauso wie eine Stadtmauer eingerissen.

So ist beste Unterhaltung garantiert – ein Genrehighlight, denn genau das wollen Fans sehen! Fragt jetzt ernsthaft noch Jemand nach einer nachvollziehbaren Handlung?

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