Die letzten Stunden von Pompeji


Originaltitel:
Anno 79: La distruzione di Ercolano
Jahr:
1962
Eingetragen:
14.09.2013
IMDB-Wertung:
4,6/10

Die x-te Verfilmung des Schundromans Die letzten Tage von Pompeji… gerade mal drei Jahre nach der vorigen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um nicht als Plagiator zu gelten. Nicht verheißungsvoll: Mit Brad Harris übernahm wieder ein international aus herkulischen Rollen, und in Deutschland hauptsächlich als Sidekick von Kommissar X, bekannter Bodybuilder die Hauptrolle.

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Marcus Antonius geht unter die Gladiatoren

Harris spielt den römischen Feldherren Marcus Tiberius, der bei seinem Onkel, dem Kaiser (Philippe Hersent) in Ungnade fällt, als er sich weigert, friedliche (aber verurteilte) Christen abzuschlachten. Er wird nach Pompeji verbannt, wo seine Freunde ihn jedoch befreien können. Ihm is klar: Die Verbannung war nur ein Vorwand, da er einer Verschwörung gegen den Kaiser zu nah gekommen war: Tertius (Jacques Berthier) und Diomira (Mara Lane) planen einen Putsch, den Marcus Tiberius nun mit Hilfe einer Gruppe Gladiatoren zu verhindern sucht.

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Wie kann bloß irgendein Mensch nicht denken, dass es sich hier um einen abgrundtief bösen Menschen handelt?

Die im Vergleich zum Film von 1959 ist die Machart um einiges trashiger. So kommt es praktisch ohne storytechnische Bemäntelung zu gleich zwei Prügelszenen zwischen dem Hauptdarsteller und einem anderen, ebenfalls „guten“ Muskelmann (Djordje Nenadovic). Auch ist einiger Krampf notwendig, um die Handlung überhaupt nach Pompeji zu verlagern. Und dann hatte es in der Zwischenzeit ja noch dieses kleine Filmchen namens Spartacus gegeben, an dessen Erfolg man wohl auch teilhaben wollte, so dass Marcus Tiberius dann mal schnell einen Gladiatorenaufstand inklusive Marsch in die Stadt anzetteln muss.

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Am Ende spielt das aber alles keine Rolle mehr

Die Ironie dabei ist, dass diese objektiven Qualitätsmali relativ sogar zu Gunsten des Films auswirken. Da man die Sache ohnehin keinesfalls ernstnehmen kann, sinken damit auch die Ansprüche. Und zwischen all den Prügeleien und sonstigen Albernheiten bleibt auch der allzu groß triefende Pathos aus. So kann man sich diesen Stoff wirklich gut angucken!

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