NEKRomantik


Originaltitel:
NEKRomantik
Jahr:
1987
Eingetragen:
18.09.2013
IMDB-Wertung:
5,1/10

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Das Säuberungsteam naht
Robert (Bernd Daktari Lorenz) arbeitet für „Joes Säuberungsaktion“, die in Aktion tritt, wenn es Unappetitliches zu entsorgen gibt. Verkehrsunfälle sind seine Lieblingseinsätze: Hier gibt es immer wieder schöne Leichenteile abzustauben, die er zu Hause in Gläsern frisch hält. Doch dann zieht Robert den Jackpot: die sehr verwesene, aber vollständige Leiche eines Mannes! Zusammen mit seiner Freundin Betty (Beatrice Manowski), die seine sexuellen Vorlieben teilt, macht er sich gleich mal über den Körper her.

Doch in der Hochstimmung vernachlässigt Robert seinen Job und er wird gefeuert. Betty, für die er ohnehin primär Leichenbeschaffer war, verlässt ihn – und nimmt auch noch die Leiche mit. In seiner Verzweiflung versucht Robert es mit pornographischen Gewaltfilmen, die jedoch genausowenig helfen, wie die Prostituierte, die er auf einen Friedhof bestellt. Schließlich stellt sich für ihn die Erkenntnis ein: Er muss sich selbst umbringen – für einen letzten Orgasmus.

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Robert und Betty mit ihrem neuen Freund
No-Budget-Filmer Jörg Buttgereit erbringt hier den Beweis, dass billige Filme nicht immer scheiße aussehen müssen. Auch wenn wahrscheinlich mindestens ein Großteil des Materials mit Super 8 gedreht wurde, macht NEKromantik einen professionelleren Eindruck als das meiste, was heutzutage so mit digitaler Technik semiprofessionell zusammengeschustert wird. Die Leiche ist ebenfalls ganz sehenswert ekelhaft – einzig die Schlussszene kann tricktechnisch überhaupt nicht überzeugen und wirkt dadurch eher unfreiwillig komisch.

Ansonsten funktioniert jedoch der beabsichtigte tiefschwarze Humor durchaus. Ein solches Thema als Farce zu inszenieren, kann wohl nur im „Indie“-Bereich vorkommen. Und da man sich ja ohnehin weit jenseits des Massenmarktes bewegt, hat man dann auch noch eine dicke Schaufel Ekeleffekte draufgepackt – wobei der größte Ekel nicht mal durch das (reichlich) spritzende Blut entsteht. Nicht schlecht, aber trotzdem kein Film, den man ein zweites Mal sehen möchte.

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