The Quiet Earth - Das letzte Experiment


Originaltitel:
The Quiet Earth
Jahr:
1985
Eingetragen:
24.07.2010
IMDB-Wertung:
6,9/10

Zac Hobson (Bruno Lawrence), deprimierter Wissenschaftler, hat schon beim Aufwachen ein seltsames Gefühl. Sein Wecker hat den Geist aufgegeben, in seinem Büro geht niemand ans Telefon, kein Radiosender lässt sich reinbekommen. Die Straßen sind menschenleer, selbst an einer Tankstelle, an der er halt macht, ist niemand zu sehen. Es gibt jedoch auch keine Anzeichen einer Katastrophe. Zwar stehen ein paar verlassene Autos herum, aber weder findet er Leichen, noch Zeichen materieller Zerstörung. Die Menschen scheinen einfach verschwunden zu sein.

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Verzweifelt versucht Zac, Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen. Er sendet Hilferufe per Radio und Funk, doch niemand meldet sich – selbst mit den vernetzten Computern in seinem Büro kann er niemanden auf der gesamten Welt erreichen. Nach Wochen trifft er letztlich doch noch auf andere Überlebende: Joanne (Alison Routledge) und Api (Pete Smith).

Zacs Nachforschungen haben mittlerweile ergeben, dass das Verschwinden der anderen Menschen wahrscheinlich mit dem Forschungsprojekt, an dem er selbst beteiligt war, zusammenhängt. Es handelte sich um den Versuch, das Energiefeld der Erde anzuzapfen und zu beeinflussen. Dabei scheinen sämtliche Naturgesetze durcheinandergeraten zu sein. Ebenfalls scheint es einen Grund zu geben, warum gerade die drei überlebt haben. Die erschreckenste Erkenntnis jedoch: Die Effekte des Experiments dauern an – ein weiteres Umkippen der instabilen Situation steht kurz bevor...

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Intelligente Handlung, nachvollziehbare Charaktere – was will man mehr? The Quiet Earth lässt die Zuschauer zuerst Zacs absolute Einsamkeit, die in mehreren verschiedenen Phasen daherkommt, durchleben. Dann seine Hoffnung. Dann die aufkommende Rivalität mit einem anderen Überlebenden. Und schließlich die Erkenntnis, dass die ganze Situation durch ihn selbst verschuldet wurde (oder er zumindest deutliche Mitverantwortung trägt) – und er nur noch eine Möglichkeit sieht, diese „Schuld“ zu „begleichen“ und noch Schlimmeres zu verhindern.

Dass dabei die existentiellen, philosophischen und menschlichen Fragen im Zentrum stehen, anstatt der „spektakulären“ Pseudowissenschaft, macht den Film dabei dazu, was er ist. Dass sowohl die Filmplakate, als auch der Trailer Bilder vom Ende zeigen, ist dagegen nicht so toll. Gar nicht mal, weil sie damit besonders viel verraten, sondern weil das gar keine typischen Einstellungen für den Film sind. Einen solchen Etikettenschwindel hat The Quiet Earth eigentlich gar nicht nötig.

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