Die Spur der zweiten Frau


Originaltitel:
Vanishing Act
Jahr:
1986
Eingetragen:
23.11.2013
IMDB-Wertung:
7,3/10

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„Das ist nicht meine Frau!“
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Probe aufs Exempel
Manche Stoffe werden ja x-mal verfilmt. So auch das Theaterstück Trap for a Single Man, das sich um einen Mann (Mike Farrell) dreht, vor dessen Tür des auf der Hochzeitsreise angemieteten Ferienhauses eines Tages eine Frau (Margot Kidder) steht, die behauptet, seine Frau zu sein, die er aber gar nicht kennt. Für den Kleinstadtpolizisten (Elliott Gould) schwierig zu handhabender Fall.

Wie allerdings schon Alfred Hitchcock über die Verfilmung von Theaterstücken sagte: „Don't open it up!“ Was so viel heißen soll wie: Dass man in einem Film nicht auf einen Handlungsort eingeschränkt ist, heißt noch lange nicht, dass es eine gute Idee ist, mehr als einen Handlungsort zu nutzen. Gute Theaterstücke leiden nicht unter ihrer räumlichen Einschränkung, sie nutzen sie. Trap for a Single Man lebt zu einem nicht zu verachtenden Teil von der klaustrophobischen Symbolik, dass der Protagonist in dem Ferienhaus „gefangen“ ist. Die Situation scheint auswegslos, immer tiefer verstrickt er sich in unhaltbare Positionen, die ihm niemand glaubt, während die Frau, die er als Betrügerin zu entlarven versucht, immer mehr an Glaubwürdigkeit gegenüber Dritten gewinnt.

Die Spur der zweiten Frau versucht den Ausbruch, will damit wahrscheinlich „filmischer“ wirken. Doch dafür ist das Buch nicht geschrieben worden. Die Konstruktion der Geschichte ist und bleibt eine fürs Theater. Und so ist diese Verfilmung zwar gut gemeint und handwerklich auch meist solide gehalten, aber letztlich wenig erfolgreich.

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