El gran amor del conde Drácula


Originaltitel:
El gran amor del conde Drácula
Alternativtitel:
Count Dracula's Great Love
Jahr:
1973
Eingetragen:
03.12.2013
IMDB-Wertung:
5,3/10


Durch einen Kutschenunfall geraten gleich vier junge Frauen (Rosanna Yanni, Haydée Politoff, Mirta Miller und Ingrid Garbo) sowie ein Mann in die Fänge Draculas (Paul Naschy), der unter dem Decknamen Dr. Wendell Marlow in einem verlassenen Sanatorium lebt. Praktisch für ihn, denn nur durch die ehrliche, nicht hypnotisch verursachte Liebe und Hingabe einer Jungfrau kann er seine eigentliche Kraft wiedererlangen und außerdem seiner Tochter Rodna das Leben wiedergeben. Nach Beseitigung des Konkurrenten hat Dracula/Marlow damit ziemlich freie Auswahl; doch die Jungfrauenanforderung stellt sich als schwierig heraus. Aber nicht unmöglich; wobei bei dieser einen Kandidatin die Emotionen des Obervampirs durchdrehen.

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Dracula lässt sich selbst anliefern
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Vielleicht etwas zu willig?

Es ist eben mal wieder ein typischer Naschy-Film: Hehre Pläne, die aber nur in sehr geringen Ansätzen erfüllt werden können. Mehr als drei kahle Räume und ein paar Nicht-Schauspieler hat man halt nicht. Das gilt natürlich ganz besonders für Naschy selbst, der ja immer wieder in besonders emotionalen Rollen besetzt wurde, dessen Mimik, Gestik und überhaupt gesamte Erscheinung aber nun mal dermaßen hölzern ist, dass all das Leiden, das seiner Figur innewohnen soll, mehr als absurd wirkt – die Schlussszene, in der er sich dann selbst einen Holzpflock ins Herz rammt, weil er ohne seine „große Liebe“ nicht mehr leben will, ist von feinster unfreiwilliger Komik!

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Die vorhersehbare Konsequenz
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Dracula: Vampirjäger!

Bis dahin wird man streckenweise auch nicht ganz schlecht unterhalten. Die Ausgangssituation ist solide genug, doch die Handlungsdichte reicht sichtbar nicht aus. Der Plot macht mit steigender Laufzeit immer häufigere und wildere Sprünge und das letzte Drittel, in dem Draculas ausschließlich hallend aus dem Off spricht (was wirklich nerven kann), besteht beinahe ausschließlich aus austauschbarem Füllmaterial – Draculas Bräute auf Jagd. Grundlegend nicht unsympathisch ist's, wie auch so häufig bei Naschy-Filmen, trotzdem.

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