Zeder – Denn Tote kehren wieder


Originaltitel:
Zeder
Jahr:
1983
Eingetragen:
10.12.2013
IMDB-Wertung:
6,2/10

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Zeder – das ist hier nicht der Name der Pflanze, sondern eines Mannes. Von Herrn Zeder wird als der Urheber der Theorie der „K-Gebiete“ berichtet. In solchen sollten die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und der Toten verschwimmen. Schriftsteller Stefano (Gabriele Lavia) stößt auf diese Theorie auf dem Farbband seiner gebraucht erstandenen Schreibmaschine (Kategorie „nicht mehr mögliche Handlungsanlässe“): Die wirren Ausführungen des Zeder-Anhängers Don Luigi faszinieren ihn so sehr, dass er genauere Nachforschungen anstellt. Doch damit bringt er schon schnell sich selbst und auch sein Umfeld (Anne Cabovas) in Gefahr, da er an Wissen rührt, das einflussreiche Organisationen, die vor nichts zurückschrecken, nicht in den Händen der Öffentlichkeit sehen wollen.

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Es gibt so Filme, denen gelingt es, spannend zu sein, ohne eine in sich logisch nachvollziehbare Handlung zu erzählen. Schon der Prolog bleibt praktisch unerschließbar und es folgen immer weitere Dinge, die einfach nicht zusammenpassen; egal, wie lange man über einen möglichen Sinn nachgrübelt – von der wirklichen Natur dieser lebenden Toten über die Motive einiger Hintermänner bis hin zur Identität dieser großen Verschwörungsorganisation (Bob Tonelli), die im Hintergrund die Fäden zieht.

Doch letztlich macht das alles nur wenig, da die Atmosphäre stimmt. Die düster mitschwingende Stimmung, die schattenhaften Charaktere zweifelhafter Identität, die unklaren Interessenslagen – all das trägt zur unterschwelligen Verunsicherung bei. Wer es nun wirklich war, der dieses oder jenes weswegen getan hat, ist fast unwichtig. Die mit Bedacht eingesetzten Bilder, teilweise sind es kleine Details in scheinbar alltäglichen Szenen, stellenweise aber eben auch wirkliche Schockeffekte (die sparsam desto wirksamer sind), tun ihr Werk.

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