Ich, ein Monster


Originaltitel:
I, Monster
Jahr:
1971
Eingetragen:
30.12.2013
IMDB-Wertung:
5,8/10

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Marlowe experimentiert an sich selbst
Dr. Jekyll, ähm… Dr. Charles Marlowe (Christopher Lee) ist fortschrittlicher Anhänger der Freud'schen Schule der Psychologie. Mittels eines selbstentwickelten Serums will er Ich, Über-Ich und Es separieren. Nach ein paar erfolgreichen Tests an Patienten übernimmt er selbst wissenschaftliche Verantwortung und schreitet zum Selbstversuch. Marlowes Ich wird dadurch praktisch ausgeschaltet; sein triebgesteuertes Es ergreift Besitz von ihm. Als er in seiner Tarnidentität Edward Blakes schließlich sogar einen Mord begeht, schwört er sich, das Serum niemals mehr anzuwenden – doch es ist bereits zu spät: Die Transformation geschieht nun willkürlich ohne sein Zutun.

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Blake treibt sich in düsteren Gassen herum
Das Urproblem aller Verfilmungen dieses Stoffes: Es gibt eigentlich keinen Grund, warum sich Hyde (Blake) äußerlich von Jekyll (Marlowe) unterscheiden sollte. Andererseits geht ersterer natürlich im Haus des ersteren ein und aus. Hier läuft Blake mehreren Bekannten Marlowes über den Weg, die Dienerschaft nimmt ihn sogar gezwungenermaßen sehr eingehend in Augenschein – aber niemand erkennt, dass es immer noch Christopher Lee ist?

Dabei gibt Lee sich durchaus Mühe. Körperhaltung macht eine Menge aus. Er läuft gebückt und verkrampft, verzerrt sein Gesicht auf eine Weise, die wirklich anstrengend gewesen sein muss. Mit steigender Laufzeit reflektiert sich sein geistiger Verfall dann auch in immer „monströserem“ Aussehen, aber großen Aufwand in der Maske gab es dazu nicht. Wie überhaupt der Budgetmangel stellenweise nur zu deutlich wird. Trotz brauchbarer Ansätze, insbesondere bei der rundherum guten Besetzung.

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