The Yesterday Machine


Originaltitel:
The Yesterday Machine
Jahr:
1963
Eingetragen:
30.12.2013
IMDB-Wertung:
4,2/10


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Groovige Rockmusik, ohne Anlass tanzendes Mädchen – das guck ich weiter!
Howie (Jay Ramsey) und Margie (Linda Jenkins) haben auf dem Weg zu einem Footballspiel (?) eine Autopanne. Cheerleaderin Margie nutzt die Zeit, nochmal ein paar Tricks für ihre Vorstellung zu üben. So kurz ihr Mikroröckchen für 1963 ist, so beschränkt ist auch ihre Schauspielkunst: Sie sagt ihre Dialogzeilen in einem Tonfall auf, über den man sich selbst im Laientheater lustig machen würde. Womit sie in diesem Film aber nicht allein dasteht. Auf jeden Fall treffen die beiden auf zwei Bürgerkriegssoldaten. Die beiden rennen davon (zu völlig unpassender Jazzmusik), Howie wird angeschossen, Margie verschwindet.

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Reporter Jim Crandell (James Britton) wird auf die Geschichte angesetzt. Da ihm von seinem Chef alles berichtet werden muss, werden die Anfangsszenen einfach nochmal gezeigt. Jim schließt sich mit Margies Schwester Sandra (Ann Pellegrino), der wohl dürftigsten Nachtclubsängerin aller Zeiten, zusammen. Schließlich darf er sogar Howie direkt befragen – also wird der Anfang nochmal erzählt. Ohne Anlass erzählt der Kommissar (Tim Holt) die Geschichte eines berüchtigten Naziwissenschaftlers. Die Entdeckung der ersten für den Fall relevanten Spuren ist dagegen keine eigene Szene wert: Davon wird nur verbal im Nachhinein berichtet.

Jim und Sandra durchkämmen selbst nochmal die Gegend, in der alles geschah. Sie werden ebenfalls von einem altmodischen Soldaten angegriffen und treffen danach auf einen modisch mehrere Jahrhunderte zurückliegend orientierten Reiter. Anscheinend sind sie durch ein Zeitloch in die Vergangenheit gefallen.

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Auftritt des Mad Scientist
Zap – schon finden sie sich im Labor des Naziwissenschaftlers Ernst von Hauser (Jack Herman) wieder (der im Übrigen auch Margie in eine Zelle gesteckt hat)! Dieser stiehlt nicht nur mit gnadenlosem Overacting inklusive schlechtem deutschen Akzent die Show (so gehört sich das!), sondern er hat auch eine Zeitmaschine gebaut, mit der er Hitler zurückzubringen gedenkt. Deren wissenschaftliche Grundlage stellt er ziemlich wörtlich folgendermaßen dar. Er sei davon ausgegangen, dass Einstein unrecht hatte, und schnellere Geschwindigkeiten als die des Lichts sehr wohl erreichbar seien. Doch er musst feststellen, dass er da falsch lag: Die Lichtgeschwindigkeit sei sehr wohl das theoretische wie auch praktische Maximum (wobei er immer wieder „velocity“ und „speed“ durcheinanderbringt; toller Wissenschaftler). Jedoch könne man sie noch beschleunigen (?!), mittels einer von ihm entdeckten Strahlung negativer Wellenlänge (?!?!). Dadurch seien Reisen in die Vergangenheit möglich.

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Der Logik folgend müsste also jegliche Strahlung positiver Wellenlänge (also jede Strahlung) das Reisen in die Zukunft ermöglichen. Hauser behauptet jedoch, dies habe er noch nicht erprobt. Obwohl er ja mindestens Howie, Margie, Tom und Sandra gerade erst aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt hat – also relativ gesehen eine Reise in die Zukunft – und auch über eine Assistentin (Olga Powell) verfügt, die aus dem alten Ägypten stammt. Auf jeden Fall will er das jetzt weiter erforschen, mit Margie als Testsubjekt. Ein bisschen amerikanische Heroik später sind seine Pläne aber durchkreuzt und die Welt kann aufatmen.

Puh… Unglaublich, was für einen Blödsinn man da zusammengeschustert hat. Köstlich! Noch schöner wäre es natürlich gewesen, hätte man ein paar mehr Dinge auch gezeigt, statt sie nur zu erzählen. So muss man sich nach den lustigen Anfangsszenen bis zur zweiten Hälfte, die wieder ordentlich Tempo aufnimmt, halt durchkämpfen.

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