Die Nacht hat viele Augen


Originaltitel:
Stakeout
Jahr:
1987
Eingetragen:
30.01.2014
IMDB-Wertung:
6,6/10

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Der „Buddy-Movie“ – ein unglaublich verschlissenes Genre, das einfach niemals zu verschwinden scheint. So sehr man es sich auch wünscht. Es gehen wohl immer wieder genug Menschen in die Kinos, um sich die gleichen schalen Witze anzuhören, die gleichen Rollenclichés vorgeführt zu bekommen und die gleichen Happy Ends der Marke „trotz ihrer Gegensätze haben die beiden sich zusammengerauft und dabei durch ihre Gegensätze sogar noch etwas gelernt, so dass sie beide bessere Menschen geworden sind“ lächelnd anzuschauen. Originalitätsfaktor = 0.

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Letzteres kann man für Die Nacht hat viele Augen durchaus so unterschreiben. Richard Dreyfuss' und Emilio Estevez' polizeiliche Überwachung der Ex-Freundin (Madeleine Stowe) eines entflohenen Sträflings (Aidan Quinn) vom Haus gegenüber entwickelt auf jeden Fall genau die altbekannt-typische „Dynamik“ der altbekannten Personentypen des Genres. Während man also den erwarteten Scherzchen zuschaut, entwickelt sich nebenbei die erwartete, von Unwahrscheinlichkeit strotzende Liebesgeschichte zwischen der Überwachten und dem Überwacher, während der Kollege des letzteren zuschaut. Natürlich ohne diese Dreierkonstellation ernsthaft zu reflektieren.

In den Popcorn-bewährten Händen John Badhams ist die Sache immerhin insofern relativ kurzweilig inszeniert, dass die üblichen szenischen Stimmungen („lustig“, „spannend“, „nachdenklich“, „romantisch“…) sich ausreichend oft ändern, aber trotzdem ganz organisch ineinanderfließen, sowie durch passende Ausleuchtung und teilweise Musik sinnvoll unterstützt werden. Man ist ja mit wenig zufrieden unter diesen Voraussetzungen.

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