Hands of a Stranger


Originaltitel:
Hands of a Stranger
Jahr:
1962
Eingetragen:
21.08.2014
IMDB-Wertung:
5,1/10


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Pianist (James Stapleton) verliert bei einem Autounfall seine Hände, bekommt andere transplantiert, kann nicht mehr spielen und wird zum Mörder. Bekannte Geschichte, auch wenn die Hauptperson nicht Orlac heißt.

In dieser für die 60er Jahre reichlich altbacken inszenierten Version wird jedoch kein Zweifel daran gelassen, dass „Vernon Paris“ tatsächlich der Mörder ist. Während es ja eigentlich immer der Sinn voriger Verfilmungen war, möglichst lange offen zu lassen, ob der Protagonist wirklich von den seinen neuen Händen innewohnenden Geistern beherrscht wird, ob er sich dies einbildet und deshalb mordet oder ob ihm nur vorgegaukelt wird, für die Todesfälle verantwortlich zu sein.

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Solche subtilen psychologischen Ebenen wollte man sich wohl nicht mehr leisten und dem Publikum nicht mehr zumuten. Paris ist ein Mörder und mit seinen neuen Händen hat das auch überhaupt nichts zu tun. Allerhöchstens indirekt, denn als Auswirkung seines Unfalls kann er nicht mehr spielen und hat damit Lebensinhalt und Selbstbewusstsein verloren. Der Frust entlädt sich externalisiert und gewalttätig. Gähn – denn inszeniert wird dies als dialoglastiges Kammerspiel (und wir sprechen nicht von Dialogen der interessanten Art). Oben draufgesetzt wird dann noch eine ähnlich dümmliche Moral bezüglich des Arztes (Paul Lukather), der „einsehen muss“, dass es „falsch sei, Gott zu spielen“. Nochmal: Wir reden hier von einer Handtransplantation, nicht von Leichenfledderei Frankenstein'schen Ausmaßes. Autsch!

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