Frankenstein muss sterben


Originaltitel:
Frankenstein Must Be Destroyed
Jahr:
1969
Eingetragen:
05.06.2010
IMDB-Wertung:
6,9/10


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Was für ein interessantes Schächtelchen!
Baron Frankenstein (Peter Cushing) mietet sich unter falschem Namen in der Pension von Anna Spengler (Veronica Carlson) ein. Deren Verlobter, der Arzt Karl Holst (Simon Ward), arbeitet in einem Irrenhaus, wo er von Zeit zu Zeit Drogen mitgehen lässt zwecks Finanzierung der Behandlung der kranken Mutter Annas.

Auf diese Tatsache stürzt sich Frankenstein erbarmungslos. Er hat die beiden in der Hand. Im Keller wird ein neues Labor eingerichtet, und Karl muss ihm bei seinen Experimenten helfen. Außerdem zeigt er Interesse an einem Insassen der Anstalt: Dr. Brandt (George Pravda) hatte eine Methode entwickelt, Gehirne zwecks späterer Verwendung einzufrieren. Kurz bevor er diese Entdeckung weitergeben konnte, verfiel er jedoch dem Wahnsinn.

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Routinearbeit
In einer nächtlichen Aktion wird Brandt befreit. Sein Körper erweist sich allerdings als unheilbar, also verpflanzt Frankenstein sein Gehirn in einen anderen Körper und operiert damit auch die Quelle des Wahnsinns weg. Als Brandt wieder zu sich kommt, ist er allerdings alles andere als begeistert von seiner neuen Situation und er will Frankenstein umbringen.

Mit Frankenstein muss sterben kehrt Hammers Frankenstein-Reihe zurück zu ihren Wurzeln. Nach den beiden eher experimentellen Vorgängerfilmen wird wieder eher konventionell unmoralische Chirurgie betrieben. Das kommt der Qualität des Films allerdings deutlich zu Gute, da die ersten Filme ohnehin die besseren waren.

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Menschliches Monster
Neu ist neben den Details der Handlung, dass der Baron nun endgültig als "böse" charakterisiert wird. War er in vorigen Filmen gegenüber menschlichen Regungen nur gleichgültig, so verspottet er solche nun. So wie er vorher andere Leute für seine Zwecke ausnutzte, missbraucht er sie im wahrsten Sinne des Wortes auf grausamste Art und Weise ohne mit der Wimper zu zucken. Wer ist eigentlich das wahre "Monster"?

Und bei cineastisch starken Momenten wie der aus einem Blumenbeet herausschwemmenden Leiche und dem Endduell drückt man bei Kleinigkeiten wie den eher eingeschränkt komischen Szenen mit den Polizisten, die mitten im Film sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden, gerne ein Auge zu.

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